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Bauantrag/Baugenehmigung

Informationen zum Genehmigungsverfahren
Ziel der Bauaufsicht ist es, das Baugenehmigungsverfahren möglichst zügig, reibungslos und für die Bürgerinnen und Bürger verständlich durchzuführen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Bauaufsicht stehen Ihnen und Ihren Planverfasserinnen und Planverfassern beratend zur Seite. Bereits bei der Planung Ihres Bauvorhabens können Sie unseren kostenlosen Beratungsdienst nutzen. Rechtliche Vorgaben für Ihr Bauvorhaben können so frühzeitig besprochen und bei der Planung berücksichtigt werden. Hierdurch kann viel Ärger mit der Ordnungsbehörde Bauaufsicht vermieden werden.

Nach Eingang Ihres Bauantrages werden die Unterlagen auf Vollständigkeit geprüft. Gleichzeitig wird entschieden, ob und welche Fachbehörden zu Ihrem Bauantrag noch eine Stellungnahme abgeben müssen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestimmen den für Sie günstigsten Verfahrensablauf und steuern diesen bis zum Abschluss. Sobald Fragen und Schwierigkeiten auftreten, werden Sie darüber informiert. Damit kleinere Fragen ohne großes Verwaltungsverfahren geklärt werden können, ist es besonders wichtig, dass Sie Ihren Antrag mit Telefonnummer, Handynummer und eventuell E-Mail-Adresse versehen.

Bauvorhaben, die keine rechtlichen oder tatsächlichen Schwierigkeiten bereiten, werden in der Regel kurzfristig genehmigt. Bei Bauvorhaben, die rechtlich oder technisch schwierige Probleme aufweisen, kann oft erst nach Einschaltung von Fachbehörden und Sachverständigen entschieden werden. 
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Was ist baugenehmigungspflichtig?
Die Errichtung, Änderung, Nutzungsänderung und der Abbruch baulicher Anlagen bedürfen nach § 63 der Landesbauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen einer Baugenehmigung, sofern die Vorhaben nicht wegen ihrer Größe und Bedeutung oder aufgrund ihrer Lage innerhalb des Geltungsbereiches eines Bebauungsplanes genehmigungsfrei sind. Das Baurecht unterscheidet:

Vereinfachtes Genehmigungsverfahren nach § 68 Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen:
Der überwiegende Teil der Bauvorhaben wird im Rahmen des vereinfachten Genehmigungsverfahrens nach § 68 BauO NRW geprüft. Hierunter fallen alle Bauvorhaben, sofern es sich um Gebäude handelt, die

  • eine bestimmte Größe nicht überschreiten oder
  • eine Sondernutzung erhalten sollen (Bürogebäude, Schulen, Verkaufsstätten, Versammlungsstätten).

Im vereinfachten Genehmigungsverfahren wird geprüft, ob das Bauvorhaben pla-nungsrechtlich zulässig ist. Die bauordnungsrechtliche Prüfung beschränkt sich in erster Linie auf Fragen der Erschließung, der Abstandflächen, soziale Einrichtungen, Gestaltung, Stellplätze und örtlichen Bauvorschriften sowie die einzureichenden bautechnischen Nachweise.

Genehmigungsverfahren nach § 63 Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen:
Dieses Genehmigungsverfahren ist vorgesehen für Gebäude, die eine bestimmte Größe überschreiten oder eine Sondernutzung erhalten sollen, wie zum Beispiel Schulen, Verkaufsstätten mit mehr als 700 Quadratmeter Verkaufsfläche, Versammlungsstätten, Büro- und Verwaltungsgebäude mit mehr als 3.000 Quadratmeter Geschossfläche usw.
 
Was bedarf keiner Baugenehmigung?
Bauvorhaben nach § 65 Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen:
Bauvorhaben nach § 65 BauONRW können baugenehmigungsfrei errichtet werden. Es handelt sich überwiegend um kleine oder unbedeutende bauliche Anlagen. Die Genehmigungsfreiheit entbindet jedoch nicht von der Verpflichtung zur Einhaltung von Anforderungen nach den Vorschriften der Landesbauordnung oder nach einer anderen öffentlich-rechtlichen Vorschrift. Auf Grund der Vielzahl von möglichen Einschränkungen gerade auch im Hinblick auf den Nachbarschutz ist bei Zweifelsfragen eine Rückfrage bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bauaufsicht angebracht.

Bauvorhaben nach § 66 Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen:
Hierbei handelt es sich um haustechnische Anlagen, wie Heizung, Lüftungs- und Abwasseranlagen. Als Nachweis einer ordnungsgemäßen Ausführung muss eine Unternehmer- oder Sachverständigenbescheinigung ausgestellt werden und der Bauherrin beziehungsweise dem Bauherrn vorliegen.

Bauvorhaben nach § 67 Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen:
Wohngebäude einschließlich der Nebengebäude und Nebenanlagen können im sogenannten Freistellungsverfahren direkt bei der zuständigen Stadt-/Gemeindeverwaltung des Bauortes angezeigt werden. Voraussetzung ist, dass das Grundstück im Geltungsbereich eines rechtskräftigen Bebauungsplanes liegt und das geplante Bauvorhaben den Festsetzungen des Bebauungsplanes entspricht und die Erschließung des Grundstückes gesichert ist.

Die Anzeige ist mit den üblichen Bauvorlagen bei der Stadt-/Gemeindeverwaltung des Bauortes einzureichen. Zusammen mit den Bauvorlagen muss eine Erklärung der Entwurfsverfasserin/des Entwurfsverfassers beigefügt werden, dass das Bauvorhaben den Anforderungen an den Brandschutz entspricht. Wenn die Stadt/Gemeinde nicht innerhalb eines Monats nach Erhalt der Bauvorlagen erklärt, dass ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren durchgeführt werden soll, kann nach Ablauf des Monats mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Häufige Fragen - Vor der Baugenehmigung:

  1. Muss ich Eigentümerin beziehungsweise Eigentümer des Baugrundstückes sein?
    Nein, der Bauantrag kann auch von Nichteigentümern gestellt werden. Es empfiehlt sich jedoch, den Bauantrag mit dem Grundstückseigentümer/der Grundstückseigentümerin abzusprechen, damit nach Erteilung der Baugenehmigung das Bauvorhaben auch ausgeführt werden kann.
  2. Muss ich eine Baugenehmigung beantragen?
    Das Baurecht enthält eine Vielzahl von Regelungen zur Genehmigungspflicht von Bauvorhaben. Bitte rufen Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bauaufsicht an, die Ihnen bei Zweifelsfragen weiterhelfen können.
  3. Brauche ich eine Planverfasserin bzw. einen Planverfasser oder eine Architektin bzw. einen Architekten?
    Nicht alle Bauvorhaben müssen von einem bauvorlageberechtigten Architekten beantragt werden. Bei einfachen Vorhaben (Carport, Abstellgebäude, Terrassenüberdachung) können die Bauherrinnen und Bauherren den Bauantrag selbst einreichen. Voraussetzung ist jedoch, dass die erforderlichen Bauvorlagen auch beigefügt sind.
  4. Wieviele Ausfertigungen muss ich einreichen?
    Jeder Bauantrag ist mindestens in dreifacher Ausfertigung einzureichen. Für die Beteiligung der Fachbehörden können im Einzelfall weitere Ausfertigungen erforderlich sein, damit möglichst alle Fachbehörden gleichzeitig beteiligt werden können.
  5. Wo reiche ich den Bauantrag ein?
    Bauanträge sind direkt bei der zuständigen Behörde einzureichen.
  6. Mein Grundstück hat Gefälle. Muss ich hier etwas beachten?
    In den Ansichtszeichnungen ist der tatsächliche Geländeverlauf des Baugrundstückes einzutragen. Die Veränderung der Geländeoberfläche ist baugenehmigungspflichtig. Wenn beabsichtigt ist, das Gelände nach Abschluss der Baumaßnahmen zu begradigen (zum Beispiel bei einer Terrasse) müssen die ursprünglichen und abschließenden Geländehöhen angegeben werden. Wird ein Gelände angefüllt, ohne dass im Genehmigungsverfahren diese Anhebung beantragt wurde, handelt es sich um eine nicht genehmigte Bodenanfüllung und zieht regelmäßig ein Ordnungsverfahren nach sich. Dort ist auch zu prüfen, ob die Geländeveränderung Auswirkungen auf das Nachbargrundstück hat. Gegebenenfalls kann die bereits durchgeführte Bodenanhebung nachträglich durch eine Baugenehmigung legalisiert werden.
  7. Wann kann ich vorbereitende Maßnahmen ausführen?
    Erst wenn Sie die Baugenehmigung in den Händen halten, dürfen Sie Baumaßnahmen ausführen. Hierzu zählt auch das Ausheben der Baugrube und der Fundamente. Ein Baubeginn vor Erteilung der Baugenehmigung zieht regelmäßig die Stilllegung der Bauarbeiten durch den Kreis Herford nach sich und verursacht erhebliche Kosten.

Häufige Fragen - Nach Erteilung der Baugenehmigung:

  1. Was muss ich beachten? Kann ich sofort anfangen?
    Bei der Baugenehmigung handelt es sich um ein umfangreiches Schreiben. Die Baugenehmigung selbst besteht aus einem Textteil und aus den Bauvorlagen. Individuell zu jedem Bauvorhaben enthält eine Baugenehmigung Auflagen und Hinweise. Diese müssen unbedingt beachtet werden. So werden regelmäßig noch Unterlagen für das Bauvorhaben (bautechnische Nachweise) angefordert, die jeweils zu einem bestimmten Zeitpunkt bei der zuständigen Behörde vorliegen müssen. Außerdem werden der Baugenehmigung Formulare beigefügt, die von Bauherrin und/oder Bauherr ausgefüllt und unterschrieben entsprechend des Baufortschritts vorgelegt werden müssen.
    Bitte lesen Sie sich die Baugenehmigung gründlich durch. Vor Baubeginn muss die Baubeginnanzeige vollständig ausgefüllt und unterschrieben eingereicht werden. Zusammen mit dem Baubeginn müssen auch regelmäßig noch bautechnische Nachweise vorgelegt werden. Beachten Sie die unterschiedlichen Vorlagefristen bitte genau. Jede schriftliche Erinnerung vom Kreis Herford kostet Gebühren.
  2. Muss ich Änderungen bei der Bauausführung melden?
    Nicht jede Änderung ist für die Baubehörde relevant. Auf jeden Fall müssen aber Veränderungen der Außenmaße (Länge, Breite, Höhe) unverzüglich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bauaufsichtsbehörde gemeldet werden, damit das weitere Verfahren abgestimmt werden kann. Das gilt auch für jegliche Art von statischen Änderungen. Wenn Sie nicht sicher sind, fragen Sie uns.
  3. Ich habe einen Bauträger beauftragt. Bin ich noch verantwortlich?
    Verantwortlich für die Einhaltung der öffentlich-rechtlichen Vorschriften ist immer die Bauherrin beziehungsweise der Bauherr. Zwischen Bauträger und Ihnen besteht ein reines Innenverhältnis.
  4. Rohbauabnahme/Schlussabnahme, wann muss ich die beantragen?
    Beantragen Sie die Rohbauabnahme und die Schlussabnahme so frühzeitig, dass eine Besichtigung des Baufortschritts möglich ist. Denken Sie bitte auch daran, dass zu den Fertigstellungsterminen die in der Baugenehmigung aufgeführten Bescheinigungen und Nachweise vorzulegen sind.
  5. Kann ich im Dachboden ein Kinderzimmer einrichten?
    Für die Schaffung von Aufenthaltsräumen im Dachgeschoss müssen eine Reihe von Vorschriften beachtet werden. Neben der Raumhöhe sind hier besonders Fragen des Brandschutzes und der Rettungswege zu klären. Wenn in der Baugenehmigung die Räume nur als Boden/Abstellraum genehmigt wurden, ist auf jeden Fall eine Baugenehmigung für die Änderung zu beantragen. 
  6. Muss ich Rauchmelder einbauen?
    § 49 (7) BauO NRW: „In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Dieser muss so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Wohnungen, die bis zum 31. März 2013 errichtet oder genehmigt sind, haben die Eigentümer spätestens bis zum 31. Dezember 2016 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. Die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31. März 2013 selbst übernommen.“
  7. Bei der Rohbauabnahme/Schlussabnahme sind Mängel festgestellt worden, was muss ich tun?
    Die festgestellten Mängel sind innerhalb der gesetzten Frist zu beseitigen. Ist eine Beseitigung im Einzelfall nicht so schnell möglich, vereinbaren Sie bitte mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Verlängerung dieser Frist.
  8. Kann ich die Gültigkeit der Baugenehmigung verlängern lassen?
    Die Baugenehmigung erlischt, wenn innerhalb von drei Jahren nach Erteilung der Genehmigung mit der Ausführung des Bauvorhabens nicht begonnen wird oder die Bauausführung für ein Jahr unterbrochen worden ist. Auf schriftlichen Antrag können diese Fristen jeweils bis zu einem Jahr verlängert werden. Die Verlängerung kann auch rückwirkend erfolgen (§ 77 Abs. 1 u. 2 der BauO NRW).
  9. Was ist bei Grenzgebäuden zu beachten?
    An der Grundstücksgrenze sind nur besondere Gebäude zulässig. In § 6 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen ist geregelt, dass nur Garagen, Abstellgebäude und Gewächshäuser direkt an die Nachbargrenze gebaut werden dürfen. Allerdings darf die Gesamtlänge dieser Gebäude entlang einer Grenze nicht mehr als 9,00 Meter und an allen Nachbargrenzen zusammen nicht mehr als 15,00 Meter betragen. Hierzu zählen auch die genehmigungsfrei errichteten Gebäude und die jeweiligen Dachüberstände. Die mittlere Wandhöhe dieser Gebäude darf 3,00 Meter, gemessen vom Nachbargrundstück, nicht überschreiten.
  10. Noch Fragen?
    Kein Problem. Wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie bitte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bauaufsicht.

Beschleunigungsmöglichkeiten
Als Bauherrin und/oder Bauherr können Sie zusammen mit Ihrer Planverfasserin oder Ihrem Planverfasser Einfluss auf die Dauer des Baugenehmigungsverfahren nehmen.

Sie tragen wesentlich zur Beschleunigung bei, wenn Sie Ihren Antrag vollständig mit allen notwendigen Bauvorlagen schnell und richtig einreichen. Jede schriftliche Nachforderung von Unterlagen verzögert das Verfahren. Bei Problemen und Fragen zu Ihrem Antrag wenden Sie sich bitte frühzeitig an die zuständige Sachbearbeiterin beziehungsweise den zuständigen Sachbearbeiter.

Im Rahmen der widufix-Vereinbarung hat sich das Bauamt des Kreises Herford verpflichtet, Ihren Antrag innerhalb einer Woche nach Eingang vorzuprüfen. Im Rahmen dieser Prüfung wird festgestellt, ob Ihr Antrag vollständig ist, welche weiteren Fachbehörden beteiligt werden müssen und ob weitere Unterlagen beziehnungsweise Nachweise erforderlich sind. Sie erhalten eine schriftliche Eingangsbestätigung mit dem Aktenzeichen für Ihren Bauantrag. Sollten weitere Unterlagen/Nachweise erforderlich sein oder Fragen geklärt werden müssen, ohne die Ihr Antrag nicht weiter bearbeitet werden kann, werden Sie darüber unverzüglich nach Abschluss der Vorprüfung schriftlich informiert.

Die Nutzung neuer elektronischer Medien kann die Bearbeitungszeit Ihres Antrages ebenfalls erheblich beschleunigen. Bitte geben Sie im Antragsformular Ihre Telefonnummer, Faxnummer, Mobilfunknummer und Ihre E-Mail-Adresse vollständig und gut lesbar an. Fragen können dann zeitsparend auch per Mail oder Telefon geklärt werden. Nachzureichende Unterlagen können uns auch im pdf-Format per E-Mail zugeleitet werden.

Notwendige Unterlagen

Bauantragsunterlagen

Eine wichtige Voraussetzung für ein reibungsloses und möglichst schnelles Baugenehmigungsverfahren ist ein vollständiger Bauantrag mit allen erforderlichen Unterlagen/Nachweisen. Müssen Unterlagen/Nachweise nachgefordert oder Fragen geklärt werden, verzögert dies die weitere Bearbeitung Ihres Antrages erheblich. Erst wenn der Antrag hier vollständig vorliegt, kann die weitere Bearbeitung erfolgen und die Fachbehörden zur Abgabe einer Stellungnahme aufgefordert werden.

Sollte der Antrag nicht vollständig und somit prüfungsfähig vorgelegt werden, kann dieser auch nach § 72 Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen kostenpflichtig zurückgewiesen werden.

Vollständig ist ein Antrag dann, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bau-aufsichtsamtes anhand Ihrer Unterlagen alle für die Prüfung Ihres Bauvorhabens relevanten Fragen beurteilen können.

Der Umfang der notwendigen Prüfung, und damit der erforderlichen Bauvorlagen, ist abhängig vom beantragten Bauvorhaben. Genaue Angaben über Anforderungen, die an die notwendigen Bauvorlagen zu stellen sind, enthält die Bauprüfverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen.

Folgende Angaben sind aber bei jedem Bauvorhaben erforderlich:

  • Antragsformular
    Alle Anträge sind mit den aktuellen amtlichen Formularen einzureichen. Die entsprechenden amtlichen Formulare befinden sich in meiner Formularsammlung im Anhang.
  • Bauherr/Bauherrin
    Name, Adresse, Telefon-, Fax- und Handynummer und ggfls. Mail-Adresse. Bei Ehepaaren und bei juristischen Personen ist immer die Angabe eines/r Bevollmächtigten erforderlich.
  • Wer ist der Entwurfsverfasser
    Name, Adresse, Telefon-, Fax- und Handynummer und ggfls. Mail-Adresse. Außerdem ist ein Nachweis über die Bauvorlageberechtigung beizufügen.
  • Wo soll gebaut werden
    Adresse, Flur, Flurstücksbezeichnung des Grundstückes
  • Nachweis über die nähere Umgebung
    Auszug aus der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1:5.000 und der Flurkarte
  • Wie soll auf dem Grundstück gebaut werden
    Lageplan im Maßstab 1:500 mit allen im Einzelfall erforderlichen Maßen und der Darstellung von Nachbargrundstücken und Nachbargebäuden
  • Was soll gebaut werden
    Bauzeichnungen im Maßstab 1:100. Erforderlich sind alle Grundrisse, Schnitte, Ansichten und eine Baubeschreibung. Abhängig von der Art des Bauvorhabens können weitere Nachweise (rechnerische Nachweis zur Vollgeschossigkeit, Fußbodenhöhe über Gelände, Angaben zum Brandschutz) erforderlich sein.
  • Welche Nutzung ist vorgesehen
    Die vorgesehene Nutzung muss in die Zeichnungen eingetragen sein. Im Falle einer gewerblichen Nutzung ist eine gesonderte Betriebsbeschreibung erforderlich
  • Ausmaß der Bebauung oder Nutzung
    Eine Berechnung der Wohnfläche, Nutzfläche und des umbauten Raumes muss beigefügt sein
  • Bereitstellung der Stellflächen
    Die Anzahl der erforderlichen PKW-Stellplätze muss nachgewiesen und im Lageplan dargestellt sein
  • Wie wird der Brandschutz gewährleistet
    Die Pläne und die Baubeschreibung müssen Angaben über die Sicherstellung des Brandschutzes enthalten. Abhängig vom Bauvorhaben kann auch die Vorlage eines Brandschutzkonzeptes erforderlich werden
  • Was kostet die Baumaßnahme
    Die Rohbaukosten sind bei Neubau und Erweiterungsmaßnahmen anzugeben. Bei Umbau beziehungsweise Nutzungsänderungen sind die Herstellungskosten anzusetzen.

Gebühren

Die Bearbeitung eines Bauantrages ist gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühr wird auf Grundlage der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung für das Land Nordrhein-Westfalen berechnet und festgesetzt. Sie ist abhängig von der Rohbausumme, in Einzelfällen kann auch der Herstellungswert Berechnungsgrundlage sein.

Die Gebührenpflicht entsteht mit dem Antragseingang. Wird ein Antrag abgelehnt oder zurückgenommen, fallen auch hier Gebühren für die bisher geleistete Arbeit an.

Formulare

Im November 2004 wurden für verschiedene Baugenehmigungsverfahren neue amtliche Vorducke eingeführt und für verbindliche erklärt. Seither werden diese Formulare durch die OWL-weite Kooperation der Bauaufsichtsbehörden regelmäßig aktualisiert.

Formulare für den gesamten Kreis Herford und die Stadt Herford

externes PDF - Dokument Befreiungsantrag nach §31 BauGB
externes PDF - Dokument Antrag auf Auszug aus dem Liegenschaftskataster
  

PDF - Dokument

BESCHREIBUNG DER GRUNDSTÜCKSENTWÄSSERUNGSANLAGE für Herford !(Entwässerungsbeschreibung)

Bauen

Bauen

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Sie möchten auf Ihrem Grundstück oder an Gebäuden bauliche Änderungen vornehmen oder eine bestehende Nutzung ändern? Dann ist ihr zentraler Ansprechpartner die Bauaufsicht der Hansestadt Herford.  Im Rahmen der Bauberatung beraten Sie die Mitarbeiter über die Bebauungsmöglichkeiten ihres Grundstückes und informieren Sie über das Bauantragsverfahren.

Bei Neubauten spielen neben den bauordnungsrechtlichen Belangen, die durch die Bauaufsicht vertreten werden, immer auch die planungsrechtliche Situation eine Rolle.

Grundsätzlich können bei Neubauten drei Fälle unterschieden werden:

Im Geltungsbereich eines Bebauungsplans/ Neubaugebiete

Die Hansestadt Herford hat einen Bebauungsplan aufgestellt, innerhalb dessen auch Ihr Grundstück liegt.
Sie können ihr Grundstück baulich so nutzen, wie es durch den Bebauungsplan vorgegeben wird. Die Mitarbeiter|Innen der Abteilung Stadtplanung, Grünflächen und Geodaten geben Ihnen gerne Auskunft über die konkreten Inhalte der Bebauungspläne.
Für größere zusammenhängende Neubaugebiete müssen in der Regel zunächst die Erschließungsanlagen hergestellt werden. Zu diesem Zwecke wird zwischen der Stadt und einem externen Erschließungsträger ein Erschließungsvertrag abgeschlossen.
Nach Fertigstellung der Erschließungsanlagen werden die Baugrundstücke schließlich durch den Erschließungsträger selbstständig vermarktet.
Freie Neubaugebiete

 

Im Zusammenhang bebauter Ortsteil/ Baulücken

Beispiel:
Es handelt sich bei dem Grundstück um eine Baulücke, es gibt keinen Bebauungsplan, allerdings weist die Fläche einen deutlichen Bezug zu den bestehenden Bebauungsstrukturen auf.
In diesem Fall beurteilt sich die Zulässigkeit eines Neubauvorhabens gemäß § 34 Baugesetzbuch (BauGB) nach der umliegenden Bebauung. Das bedeutet, dass sich ein Vorhaben nach Art und Maß der Nutzung in die städtebauliche Struktur der näheren Umgebung einfügen muss.

 

Im Außenbereich

Beispiel:
Das Grundstück weist keinen unmittelbaren Bezug zur umliegenden Bebauung auf und liegt im sogenannten Außenbereich gemäß § 35 Baugesetzbuch (BauGB). Der Außenbereich ist neben der maßvollen Ergänzung und Änderung von bestehenden Gebäuden und Anlagen nur sogenannten privilegierten Bauvorhaben vorbehalten.
Dies sind beispielsweise landwirtschaftliche Betriebe oder Betriebe, die der Nutzung von erneuerbaren Energien dienen.
Durch den Gesetzgeber wird vorgegeben, mit dem Außenbereich schonend umzugehen und die Flächenversiegelung auf ein Minimum zu beschränken. Der freie Neubau von Wohngebäuden beispielsweise ist hier in aller Regel also nicht möglich.

 

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Sie sind auf der Suche nach freien Baugrundstücken oder überlegen auf Ihrem Grundstück einen Neubau (Wohnhaus, Gewerbeobjekt) zu errichten? Neben den bauordnungsrechtlichen Belangen, die durch die Bauaufsicht vertreten werden, spielt dann immer auch die planungsrechtliche Situation eine Rolle.
Hierzu informiert Sie gerne die Abteilung Stadtplanung, Grünflächen und Geodaten.

Bauaufsicht| Baubezirke

Die Bauaufsicht ist für die Genehmigung von Gebäuden und Anlagen sowie für die Bauüberwachung zuständig. Bauinteressierte können sich vor der Bauantragsstellung in der Bauberatung kostenlos und unverbindlich über die Bebauungsmöglichkeiten auf ihren Grundstücken informieren.

Das Gebiet der Stadt Herford wird dabei in drei Bezirke eingeteilt.
Mit einem Klick auf die Karte können Sie die Ansicht vergrößern und feststellen, wer der richtige Ansprechpartner oder die richtige Ansprechpartnerin ist.
Detailkarten zu den Bezirken finden Sie in der rechten Spalte oder hier eine Adressliste der Mitarbeiter|Innen.

Karte Aufteilung der Bauaufsichtsbezirke (Vergrößerung durch anklicken)

Bezirke Bauaufsicht

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Bauaufsichtsbezirk 32051 /Bauberatung
Tel. 05221 189-537
Fax 05221 189-360
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Bauaufsicht
Tel. 05221 189 536
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Außendienst Bauaufsicht
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Fax 05221 189-360
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Klage- und Bauordungsverfahren, Bußgeldverfahren
Tel. 05221 189-529
Fax 05221 189-360
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Verwaltung, Baulasten
Tel. 05221 189-516 Bauaufsicht
Fax 05221 189-360 Bauaufsicht
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