Dienstleistungen

Deponie Reesberg: Boden, Bauschutt und Mineralstoffe entsorgen

Mineralische Abfälle richtig entsorgen

Beschreibung

Die Deponie Reesberg in Kirchlengern ist eine Deponie der Deponieklasse I. Das bedeutet, auf ihr können mineralische, nicht verwertbare Abfallstoffe entsorgt werden. Hierzu gehören unter anderem nicht brennbare Stoffe, die entsorgt werden müssen. Beispiele sind:

  • Boden, 
  • Bauschutt, 
  • Glas, 
  • Baustoffe auf Gipsbasis, 
  • asbesthaltige Baustoffe und 
  • Dämmmaterial

Die im Kreis Herford anfallenden Abfallstoffe müssen auf dieser Deponie entsorgt werden, wenn sie dafür zugelassen sind. Sowohl Privatpersonen als auch Gewerbe- und Industriebetriebe können die zugelassenen Abfallstoffe anliefern. Neben den Abfällen aus dem Kreisgebiet werden auch die Abfälle der Stadt Bielefeld hier entsorgt.

Voraussetzungen

Teilen Sie bitte dem Deponiebetrieb mit, welcher Abfallstoff entsorgt werden soll und welche Belastungen im Abfall zu erwarten sind, bevor Sie ihn anliefern.

Abfälle ohne Belastungen

Abfälle, bei denen keine Belastungen zu erwarten sind, können Sie ohne Analyse anliefern, nachdem er entsprechend deklariert wurde. Dies kann zum Beispiel Bodenaushub unterhalb des Mutterbodens von unbedenklichen Standorten sein.

Für große Lieferungen dieser Art von Abfällen benötigen Sie das ausgefüllte Formular „Grundlegende Charakterisierung“. Bei kleinen Mengen ist dies nicht notwendig.

Abfälle mit eventuellen Belastungen

Abfälle, bei denen Belastungen vermutet werden, müssen beschrieben werden. Dies ist zum Beispiel bei Abfällen aus Industriegebieten der Fall. Sie benötigen dazu

  • eine Vollanalyse nach der Deponieverordnung oder
  • eine Analyse der ausschließlich zu erwartenden Belastungen, welche in der Regel durch einen Gutachter begründet werden muss

Verfahrensablauf:

  1. Nicht gefährliche Abfälle
    1. Sie können die Abfälle erst anliefern, wenn die Mitarbeitenden der Deponie Reesberg geprüft und festgestellt haben, dass der jeweilige Abfallstoff für die Entsorgung auf der Deponie zugelassen ist.
    2. Bei der Anlieferung wird eine Eingangskontrolle durchgeführt: Aussehen, Konsistenz, Geruch und Farbe des Materials werden überprüft.
    3. Bestätigt die Eingangskontrolle  Ihre Angaben zum Material, dürfen Sie den Abfallstoff zu der vom Deponiepersonal benannten Kipp- oder Abladestelle bringen. Nach dem Abladen überprüft das Deponiepersonal zum Abschluss, ob die Deklaration des Abfallstoffes eingehalten wurde.
    4. Falsch deklarierte Abfallstoffe werden vom Deponiepersonal umdeklariert, soweit sie auf der Deponie Reesberg entsorgt werden dürfen.
    5. Haben Sie Abfallstoffe angeliefert, die nicht zugelassen sind, müssen Sie diese wieder mitnehmen und unverzüglich ordnungsgemäß entsorgen. In besonderen Fällen, also bei „Gefahr in Verzug“, wird falsch deklariertes Material auf Ihre Kosten sichergestellt und ordnungsgemäß entsorgt. Dies wird an die Polizei und/oder Staatsanwaltschaft gemeldet, soweit es strafrechtlich relevant ist.
  2. Gefährliche Abfälle
    1. Ab einer Abfallmenge von zwei Tonnen pro Jahr oder bei Abfallanlieferungen aus Gewerbe und Industrie fallen gefährliche Abfälle unter das sogenannte „digitale Begleitscheinverfahren“. Dieser Abfall darf ausschließlich durch ordnungsgemäß zugelassene Betriebe entsorgt werden.
    2. Gefährliche Abfälle werden ausschließlich in dafür geeigneten, ordnungsgemäßen Verpackungen angenommen. Die Anlieferung erfolgt wie bei nicht gefährlichen Abfällen.
    3. Die gefährlichen Abfallstoffe dürfen nur mit geeigneten Geräten abgeladen werden. Dies übernimmt im Regelfall das Deponiepersonal, da es nicht erlaubt ist, diese Stoffe abzukippen.

Bearbeitungsdauer

Wenn Sie Abfälle anliefern wollen, wird Ihre Anfrage grundsätzlich innerhalb von zwei Arbeitstagen bearbeitet, soweit die notwendigen Unterlagen vollständig sind.

Die Bearbeitungszeit kann sich auf bis zu fünf Arbeitstage erhöhen, wenn:

  • innerbetriebliche Abstimmungen notwendig sind,
  • Einzelfallzustimmungen durch die Aufsichtsbehörde erforderlich werden oder
  • personelle Engpässe auftreten

 Hinweis

Stammen die Abfallstoffe von außerhalb der Gebiete des Kreises Herford und der Stadt Bielefeld, muss der Kreis Herford in jedem Fall eine Einzelfallzustimmung erteilen. Die Abfallentsorgung auf der Deponie Reesberg ist nur dann zulässig, wenn keine anderweitige Verpflichtung besteht, den Abfall über eine bestimmte Anlage zu entsorgen.

Werden Abfallstoffe rechtswidrig entsorgt, wird dies der Polizei und/oder der Staatsanwaltschaft gemeldet.

Unterlagen/Nachweise

  • Kleinanlieferungen: keine Unterlagen erforderlich, wenn unbelastete Materialien angeliefert werden
  • Abfälle ohne Belastungen: Formular „Grundlegende Charakterisierung“
  • Abfälle mit eventuellen Belastungen: Formular „Grundlegende Charakterisierung“ und eine Vollanalyse nach der Deponieverordnung oder eine Analyse der zu erwartenden Belastungen

Rechtsgrundlagen

  • Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG)
  • Verordnung über Deponien und Langzeitlager (Deponieverordnung - DepV)

Kosten/Gebühren

Die Entgelte können Sie dem Entgelttarif für die Deponie Reesberg entnehmen. Für Abfälle aus der Stadt Bielefeld wird ein Zuschlag von 10 % auf den Entgelttarif berechnet

Downloads

Servicezeiten: Abfallentsorgungsbetrieb - Deponie

Deponie (Felix-Wankel-Straße 15, 32278 Kirchlengern)
Montag bis Donnerstag:

07:30 bis 16:00 Uhr
Freitag:
07:30 bis 14:30 Uhr
Samstag von April bis November am 1. Samstag im Monat:
07:30 bis 12:00 Uhr  

Verfügbare Formulare

Icon Formular Grundlegende Charakterisierung von Abfällen zur Deponierung nach DepV  | PDF, 186 KB