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Gewässer benutzen und Teichanlagen betreiben

Gewässer benutzen und Teichanlagen betreiben

Beschreibung

Gewässer benutzen

Wasser und Gewässer sind Teile des Naturhaushaltes und Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Diese gilt es daher zu schützen. Aus diesem Grund erfordert das Nutzen von Grund- und Oberflächenwasser und das Verändern von Gewässern in vielen Fällen eine behördliche Genehmigung oder Erlaubnis. Eine solche Erlaubnis ist erforderlich, wenn:

  1. Wasser eingeleitet oder entnommen werden soll und
  2. oberirdische Gewässer aufgestaut oder abgesenkt werden sollen.

Eine Ausnahme bildet der sogenannte Gemeinbrauch. Für folgende Benutzung der Bäche und Flüsse benötigen Sie deshalb keine Genehmigung:

  • zum Baden,
  • für Viehtränken,
  • zum Schöpfen mit Handgefäßen,
  • für den Eissport und
  • zum Befahren mit Wasserfahrzeugen ohne eigenen Antrieb.

In Natur- und Landschaftsschutzgebieten gibt es teilweise Einschränkungen, die Sie bei der Naturschutzbehörde erfragen können.

Teichanlagen betreiben

Teiche sind künstlich angelegte stehende Gewässer. Teiche können auf mehrere Arten entstehen:

  • durch Ausbau und Anstau eines Fließgewässers (Teich im Hauptschluss eines Gewässers),
  • durch Entnahme von Wasser aus einem Fließgewässer, wobei der Ablauf aus dem Teich wieder eingeleitet wird (Teich im Nebenschluss)
  • durch Freilegen von Grundwasser oder
  • durch das Sammeln von Regenwasser (sogenannte Himmelsteiche).

Welche Teichanlagen müssen genehmigt werden?

Bedeutsam sind insbesondere die Teiche im Haupt- und Nebenschluss eines Gewässers, weil sie erhebliche negative Auswirkungen auf das Fließgewässer haben können. Deshalb benötigen Sie eine Genehmigung, wenn Sie ein Gewässer zu einem Teich ausbauen oder einen Teich speisen wollen, indem Sie Wasser entnehmen und wieder einleiten. Auch für das Freilegen von Grundwasser benötigen Sie eine Genehmigung, allerdings kommen Teiche dieser Art seltener vor.

Keine Genehmigung brauchen Sie für künstlich angelegte Zier- und Gartenteiche, die keine Verbindung zu Fließgewässern oder dem Grundwasser haben.

Welche Schwierigkeiten bringen Teichanlagen mit sich?

Durch das Aufstauen eines Gewässers wird den Wasserorganismen die Möglichkeit genommen, das Gewässer zu durchwandern. Das gestaute Wasser erwärmt sich und wird dadurch sauerstoffärmer. Im stehenden Wasser reichern sich Nährstoffe an. Dadurch hat ein Teich einen gänzlich anderen Charakter als ein Fließgewässer.

Wird ein Teich für eine intensive Fischzucht genutzt, gelangen neben dem erwärmten und nährstoffreichen Teichwasser auch die Ausscheidungen der Fische, Futterreste und eventuell Fischmedikamente in das Fließgewässer. Solche intensiv genutzten Teiche sind daher aus gewässerökologischer Sicht sehr kritisch zu beurteilen.

Rechtsgrundlagen

  • Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
  • Landeswassergesetz NRW (LWG)

Servicezeiten: Wasser- und Abfallwirtschaft

Wasser- und Abfallwirtschaft
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