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Verdunstungskühlanlagen

Beschreibung

Verdunstungskühlanlagen oder Rückkühlwerke werden überall dort eingesetzt, wo große Wärmemengen abgeführt werden müssen. Häufig ist dies in der Lebensmittelindustrie der Fall. Aber auch bei Kraftwerken, der chemischen Industrie oder bei Rechenzentren werden Rückkühlwerke verwendet.

Durch die Verdunstung von Wasser im Luftstrom (durch Ventilatoren oder Naturzug) wird dem Kühlmedium Wärme entzogen. Bei dem im offenen Kreislauf geführten Wasser kann es dabei zu einer fortlaufenden Verkeimung mit Legionellen kommen, die dann mit dem Luftstrom als Mikroorganismen ausgetragen werden. Eine erhöhte Legionellenzahl in der Luft kann zu einer Gesundheitsgefährdung der umliegenden Bevölkerung führen.

Der sicherlich bekannteste Fall eines durch ein Rückkühlwerk verursachten Legionellen-Ausbruches hat sich im Jahr 2013 in Warstein mit über Hundert Erkrankungen und mehreren Todesfällen ereignet.

Was ist zu tun ?

Betreiber einer Verdunstungskühlanlage sind verpflichtet, den hygienisch einwandfreien Betrieb der Anlage sicherzustellen. Dafür sind bauliche und betriebliche Anforderungen nach dem Stand der Technik einzuhalten. Beispiele sind

  • sogenannte Toträume im Kreislaufwasser vermeiden,
  • die Anlage regelmäßig warten und desinfizieren sowie 
  • regelmäßig Keimzahlen im Kreislaufwasser ermitteln.
Der Stand der Technik beim hygienegerechten Betrieb eines Rückkühlwerkes ist über die VDI-Richtlinie 2047, Blatt 2 definiert.

Gesetzlich geregelt wird der hygienegerechte Betrieb von Verdunstungskühlanlagen zukünftig durch die "Verordnung über Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheider" - 42. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV), die am 02.06.2017 vom Bundesrat verabschiedet worden ist. Die Verordnung wird voraussichtlich noch im Juli dieses Jahres in Kraft treten. Durch die Verordnung soll eine regelmäßige Wartung und Überwachung der Anlagen sichergestellt werden. Dadurch kann ein Anstieg der Legionellen-Konzentration im Kühlwasser und damit ein Erkrankungsrisiko für die umliegende Bevölkerung vermieden werden.

Mit der 42. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) soll neben den Anforderungen an Bau und Betrieb einer Anlage erstmals auch eine Meldepflicht für die Anlagen eingeführt werden. Dies betrifft sowohl Rückkühlwerke, die Nebenanlage einer immissionsschutzrechtlich genehmigten Anlage sind, als auch Rückkühlwerke bei baurechtlich genehmigten Betrieben.