Andersens Schatten am 26.06.2020 auf dem Münsterkirchplatz, 19 Uhr

Andersens Schatten am 26.06.2020 auf dem Münsterkirchplatz, 19 Uhr

Hans Christian Andersen (1805 - 1875) stammt aus den einfachsten Verhältnissen. Die Mutter, eine Wäscherin, abergläubisch und alkoholabhängig, der Vater ein Schuster, der die Poesie liebt und in seinem Jungen die Liebe zum Theater und zur Bildung entfacht.
Andersen ist ein seltsames Kind, das von einem ruhmreichen und herrlichen Leben träumt und sich nicht recht in die engen Verhältnisse seiner Heimatstadt Odense einfinden kann.
Mit 14 Jahren macht er sich deshalb auf nach Kopenhagen, um dort Tänzer oder Schauspieler am Theater zu werden. In der gebildeten Gesellschaft der Hauptstadt betrachtet man den lang aufgeschossenen Knaben mit einer Mischung aus Befremden und Neugierde. Fast erscheint er wie ein "wildes Kind", das außerhalb der Gesellschaft unter merkwürdigen Umständen heranreifte und erst jetzt in Kontakt mit der Zivilisation kommt. Als alle seine Versuche als Theaterkünstler zu bestehen scheitern, nehmen sich einige Gönnerinnen und Mentoren des Jungen an und sorgen für die Schulausbildung Andersens. Der hat einen neuen Traum: Er will Schriftsteller werden.
Die Canaillen-Bagage macht sich auf die Erkundungsreise durch die phantastischen und beunruhigenden Schattenwelten des Dichters. Dabei kommen die zentralen Motive Andersens zur Sprache: Die Einsamkeit, die Liebe und der Tod.

 

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