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Förderzusage des Bundes für das Archäologische Fenster am Münster (AFaM)

Herford, 9. November 2022. Gute Nachrichten aus Berlin: Die Stadt Herford hat von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) für das AFaM einen Zuwendungsbescheid in Höhe von bis zu 1.575.000 €. erhalten.

Die Dieter Ernstmeier Stiftung und der Verein für Herforder Geschichte e.V. hatten bereits eine Zuwendung von 1.725.000 € zugesichert.

„Wir freuen uns sehr über diese Zusage und möchten uns herzlich bei Claudia Roth, der Staatsministerin der Bundesregierung für Kultur und Medien, bedanken“, sagt Bürgermeister Tim Kähler. „Mit der Förderzusage des Bundes rückt die Realisierung des Archäologischen Fensters am Münster (AFaM) nun in greifbare Nähe. Das AFaM ist eine tolle Chance, unsere Stadtgeschichte darzustellen.“

„Auch Stefan Schwartze, Bundestagsabgeordneter für den Kreis Herford und die Stadt Bad Oeynhausen, zeigt sich über den Beschluss zufrieden: „Beharrlichkeit zahlt sich aus. Mit dem archäologischen Fenster wird Herford ein weiteres Kleinod erhalten, das es zukünftig zu entdecken gilt“, ist Schwartze überzeugt.“

Das AFaM soll die Geschichte der Herforder Fürstabtei im Mittelalter unter Hervorhebung der besonderen Bedeutung des Damenstifts und unter Einbeziehung der Grabungsfunde sichtbar machen. Es wird kein Museum im klassischen Sinn, sondern eher ein begehbares Fenster.

Das Archäologische Fenster geht zurück auf eine Initiative des Herforder Unternehmers und Stifters Dieter Ernstmeier.

„Die Förderzusage erlaubt nunmehr die Realisierung des Herzensanliegens unseres Stifters Dieter Ernstmeier, die Anfänge unserer Heimatstadt Herford sichtbar zu machen“, so Ute Blanke, Vorsitzende des Vorstands der Dieter Ernstmeier Stiftung.

Auch der Geschichtsverein freut sich sehr über diese Zusage: "Die Förderung durch den Bund unterstreicht die überregionale Bedeutung unseres Projektes und des Herforder Frauenstifts. Wir freuen uns mit dieser Unterstützung die bedeutende Geschichte der starken Herforder Frauen auf ganz neue Art erzählen und erleben zu können“, sagt Lars Oliver Gehring, Vorsitzender des Herforder Geschichtsvereins.

2018 wurde bereits eine Finanzierungs-Vereinbarung zwischen der Stadt, der Dieter Ernstmeier Stiftung und dem Geschichtsverein unterzeichnet. Darin war der Stadt für den Bau eine Förderung von 1,7 Millionen Euro zugesagt worden sowie die Übernahme der Betriebskosten in Höhe von 500.000 Euro für 10 Jahre.

Ein Wettbewerbs- und Vergabeverfahren zum Archäologischen Fenster am Münster war bereits 2019 beendet worden. Das Preisgericht hatte die Arbeiten der Büros Pfeiffer, Ellermann, Preckel aus Münster sowie Böll aus Essen jeweils mit dem 1. Preis versehen.

Die Baugenehmigung wird voraussichtlich im November 2022 erteilt. Dann kann die Stadt in die Ausschreibung gehen. Der Baubeginn wäre dann Mitte 2023, die Eröffnung des AFaM ist für Anfang 2025 vorgesehen.