Stadtentwicklungs­gesellschaft

Start für den BildungsCampus

 

Herford, 02.03.2017 Jetzt ist es offiziell! Der Rat der Hansestadt Herford hat in seiner Sitzung am 24.02.2017 einstimmig den Abschluss des Mietvertrages mit der BImA Bundesanstalt für Immobilienaufgaben für einen ersten Teilbereich der Wentworth-Kaserne zugestimmt. Damit ist neben der baulichen Investition in das Entree des BildungsCampus auch die Grundlage für die Übernahme der Flächen von der BImA geschaffen worden. Dies ist ein notwendiger Schritt, um die erforderlichen Baumaßnahmen für den ersten Mieter des BildungsCampus Herford, die Fachhochschule für Finanzen, zum 01.09.2017 rechtzeitig umsetzen zu können.

Um den straffen Zeitplan einzuhalten – ab 01.September 2017 startet der Studienbetrieb- ist Eile geboten, um die Planung und Anforderungen mit allen Beteiligten abzustimmen und die Vorbereitungen für die Um- und Ausbauarbeiten auf den Weg zu bringen. Der Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft der Hansestadt Herford (SEH), Norbert Landshut, hat sich für diese Aufgabe im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens ein schlagkräftiges Team dazu geholt.

Die Fachhochschule für Finanzen (FHF) wird zunächst das ehemalige Stabshaus, Teile des Konferenzzentrums sowie das ehemalige Offizierscasino nutzen.

Das Stabshaus wird in einer ARGE von Architekten und Innenarchitekten der Kreativ Agentur Moysig und Cziesla Architekten geplant. In diesen Gebäuden werden die Seminarräume, die Verwaltung, eine Bibliothek und die Dozenten- und Studentenapartments untergebracht.

Die Kreativen von moysig haben bereits umfangreiche Erfahrung bei der Modernisierung von Hochschulen gesammelt. Aktuelles Beispiel ist die komplette Modernisierung von Campusgebäuden für die berufsbegleitende Schule FHDW (Fachhochschule der Wirtschaft) und des bib International College in Bergisch-Gladbach. Dabei wurden Räume entwickelt, die einerseits einen guten Schul- und Studienbetrieb ermöglichen, mit denen andererseits aber auch eine Atmosphäre geschaffen wurde, die Spaß beim Lernen machen soll. Anregungen der Dozenten und Studierenden wurden dabei aufgenommen und sind in den Entwurf mit eingeflossen. Die Gebäude sind zwar unterschiedlich gestaltet, erhalten jedoch eine Designsprache. Gleichzeitig zieht sich das CI der Schule als roter Faden durch die Gebäude.

Das Architekturbüro Cziesla begleitet seit vielen Jahren größere Bauvorhaben und hat bereits diverse Planungs- und Umsetzungsaufgaben im Klinikbau erfüllt.

Aktuell ist das Team von Ralf Cziesla auch in Herfords Innenstadt tätig und federführend zuständig für den Erweiterungsbau des Hotels Hansa. Bei diesem Projekt hat die ARGE bereits erfolgreich zusammengearbeitet, da Moysig hier das Pilotprojekt für das Hotel-Designkonzept „black suites“ umgesetzt hat.

Das ehemalige Offizierscasino wird zukünftig hauptsächlich als Mensa für die Fachhochschule dienen und von der Archimedes Facility-Management GmbH überplant. Aus Denkmalschutzgründen wird so wenig wie möglich in die alte Bausubstanz eingegriffen. Die vorhandenen Säle und Gesellschaftsräume im Erdgeschoss werden erhalten und für eine Nutzung als Mensa für die Studierenden und Dozenten hergerichtet. Die bestehenden Küchenräume verbleiben ebenfalls, müssen jedoch für die Versorgung von bis zu 450 Studenten ertüchtigt werden. Dazu gehört u.a. eine Erneuerung der Ver- und Entsorgungsleitungen,

Schaffung von Kühlräumen und die Herstellung von Versorgungsanschlüssen für eine moderne Küchentechnik. Das Obergeschoss bietet Platz für weitere Dozenten-Apartments.

Archimedes hat Erfahrungen mit dieser Aufgabenstellung - unter anderem bei der Herrichtung der Ratskantine Bielefeld und des eigenen Betriebsrestaurants Henkelmann, Engerstr. 5 in Herford - sammeln können. Für die denkmalgerechte Umsetzung der Fassadensanierung sind die Inhaber mit der Pöppelmann- Medaille ausgezeichnet worden.