Neugestaltung Am Gange

Ab Frühjahr 2020 wird Am Gange und die Elisabethstraße, die als eine Verbindungsachse zwischen dem Münsterkirchplatz, dem Linnenbauerplatz und dem Alten Markt fungieren, an die seit 2015 hochwertige Neugestaltung der Fußgängerzone und Plätze angeglichen. Im Vorfeld des Straßenbaus müssen Kanäle und Leitungen teilweise durch die Leitungsträger erneuert oder saniert werden. Für die Freianlagenplanung wurde das Büro F|U|N Architekten (Herford) beauftragt.

Die Gestaltungsidee geht von einer platzähnlichen Fläche aus und sieht eine niveaugleich Zonierung vor, die den Platz- und Straßenraum in einen Eingangsbereich zur Volkshochschule, Wegeflächen für Fußgänger und Radfahrer sowie Straßenflächen zur Anlieferung und Erschließung der anliegenden Grundstücke gliedert. Insgesamt soll der Bereich verkehrsberuhigt festgesetzt und ausgebildet werden.

Die Umgestaltung orientiert sich dabei an Elementen des Linnenbauerplatzes mit überwiegend Betonsteinpflaster in verschiedenen Farben und Formaten. Die Flächen werden niveaugleich ausbildet, barrierefrei und durchgängig.

Das taktile Leitsystem schließt an das System des Linnenbauerplatzes an und führt zum Münsterkirchplatz und wird zum Gehrenberg und zum Alten Markt fortgesetzt.

Eine PKW Wendeanlage wird durch farbige Pflasterung betont, faktisch ist aber durch Einbeziehung aller Bereich (entsprechende Abpollerung) auch eine Wendemöglichkeit für 3-achsige Müllfahrzeuge gegeben. Die Erschließung der Grundstücke und rückwärtige Anbindung der Geschäfte bleibt bestehen.

Die vorhandenen Bäume bestimmen in ihrer ortsbildprägenden Größe ganz entscheidend den Charakter. Sie sollen weitestgehend erhalten und durch Einfassungen als Inseln hervorgehoben werden. Die Begrünung des Platz- und Straßenraumens hat einen entscheidenden Einfluss auf die Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes.

Das Beleuchtungskonzept sieht analog zur Gesamtgestaltung die Fortführung und den Einsatz der Mastleuchten vom Linnenbauerplatz vor. Die Verbindungsachse vom Linnenbauerplatz zum Münsterkirchplatz wird am nördlichen Rand durch vier neue Leuchten entlang der historischen Mauer betont. Zwei Bäume werden durch Strahler entsprechend des städtischen Lichtkonzeptes zur Aufwertung des öffentlichen Raumes in den Abendstunden illuminiert (Sichtachse aus dem Gehrenberg, Vorplatz VHS). Vier weitere Leuchten zonieren den Platz entlang Hauptwegerichtungen.