Flächennutzungsplan (FNP)

Flächennutzungsplanänderung Nr. 1.16 „Kasernen auf dem Stiftberg“: Offenlage des Entwurfs

Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 BauGB sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB

Der Bau- und Umweltausschuss hat in seiner Sitzung am 27.09.2018 folgenden Beschluss gefasst:

„Der Bau- und Umweltausschuss der Hansestadt Herford beschließt den Entwurf der Flächennutzungsplanänderung Nr. 1.16 „Kasernen auf dem Stiftberg“ gemäß § 2a Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634).

Der Bau- und Umweltausschuss der Hansestadt Herford beauftragt die Verwaltung, die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB sowie die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB durchzuführen.“

Der Geltungsbereich der Planänderung umfasst im Wesentlichen die Liegenschaften der ehemaligen Kasernen nördlich und südlich der Vlothoer Straße (Hammersmith- bzw. Wentworth-Kaserne) sowie angrenzende Wohnsiedlungsflächen nördlich der Stadtholzstraße und westlich der Ulmenstraße. Die Abgrenzung des Geltungsbereichs geht aus der untenstehenden Abbildung hervor.

Ziel der Flächennutzungsplanänderung ist es, die seit Ende 2015 leerstehenden Kasernenareale in eine zivile Nachnutzung zu überführen. Auf dem Gebiet der Wentworth-Kaserne wird der „Bildungscampus Herford“ entstehen. In den denkmalgeschützten Gebäuden ist die Ansiedlung von Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung vorgesehen. Auf dem Hammersmith-Areal soll die neue Quartiersmitte am Stiftberg mit einem Nahversorgungsangebot und Dienstleistungsangeboten entstehen. Für den mittleren und nördlichen Bereich ist Wohnbebauung mit unterschiedlichen Wohnformen und Gebäudetypologien vorgesehen. Beide Kasernengebiete werden zukünftig von einem zusammenhängenden Freiraum durchzogen. Für einen Großteil der Flächen besteht derzeit keine verbindliche Bauleitplanung.

Das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans wird im regulären Verfahren gemäß Baugesetzbuch durchgeführt. Ein Umweltbericht wird erstellt.

Öffentliche Auslegung

Grundlage für die Offenlage sind die zeichnerischen und textlichen Festsetzungen des Planentwurfs sowie die Begründung vom 03.09.2018 und der Umweltbericht vom 27.08.2018.

Folgende maßgebliche Quellen wurden für die Erarbeitung des Umweltberichts verwendet:

  • Gebietsentwicklungsplan zur Feststellung der regionalen Entwicklungsziele für den Planbereich, Bezirksregierung Detmold
  • Flächennutzungsplan der Hansestadt Herford zur Feststellung der sich aus der städtebaulichen Entwicklung ergebenden beabsichtigten Art der Bodennutzung
  • Bodenkarte L3918 Herford zur Ermittlung der Bodenarten und ihrer Eigenschaften im Plangebiet, Geologischer Dienst NRW
  • Karte der schutzwürdigen Böden zur Ermittlung der naturschutzfachlich relevanten, besonders schützenswerten Bodenarten, Geologischer Dienst NRW
  • BUND/LÄNDER-ARBEITSGEMEINSCHAFT BODENSCHUTZ [LABO] (2009): Bodenschutz in der Umweltprüfung nach BauGB. Leitfaden für die Praxis der Bodenschutzbehörden in der Bauleitplanung.
  • Hydrogeologische Karte von NRW zur Ermittlung der Grundwasserbeschaffenheit, Geologischer Dienst NRW
  • Klima-Atlas von NRW 1989 zur Ermittlung der Durchschnittstemperatur, Niederschläge etc.
  • Stadtklimauntersuchung – Untersuchung der lokalklimatischen Funktion von geplanten Wohnbau- und Gewerbeflächen im Zusammenhang mit einer Änderung des Flächennutzungsplanes-, TÜV Hannover/Sachsen-Anhalt e.V. 1994
  • Altlastenkataster der Stadt Herford zur Prüfung evtl. Altablagerungen und Altstandorte im Einzugsbereich
  • Umweltbericht der Stadt Herford (1990)
  • Freiflächenentwicklungskonzept der Stadt Herford, beschlossen am 27.08.1996 vom Umweltausschuss
  • GIS – Portal der Kreisverwaltung Herford zur Ermittlung der Rad- u. Wanderwege
  • Informationssysteme des Landesamtes für Natur-, Umwelt u. Verbraucherschutz NRW:
    • Biotopkataster zur Ermittlung der geschützten Biotope und des Biotopverbundsystems
    • Geschützte Arten in Nordrhein-Westfalen zur Ermittlung des Vorkommens der sogenannten „planungsrelevanten Arten“ im Plangebiet
    • @LINFOS, Recherche zu vorhandenen nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützten Tier- und Pflanzenarten
    • Lärmkarte des Landesumweltamtes NRW zur Feststellung der Auswirkungen des Verkehrslärms der Bundesautobahn A2 auf das Plangebiet
  • Satzung zum Schutz des Baumbestandes der Stadt Herford (Baumschutzsatzung)
  • Denkmal- und Bodendenkmalliste der Stadt Herford von 2011

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Entwurfsunterlagen sowie die der Planung zugrundeliegenden Vorschriften (Gesetze, Verordnungen, Erlasse und DIN-Normen), in der Zeit

 vom 24.10.2018 bis einschließlich 26.11.2018

im Technischen Rathaus der Hansestadt Herford, Auf der Freiheit 21, 32049 Herford, 2. Obergeschoss, in der Abteilung 2.3 – Stadtplanung, Grünflächen und Geodaten – während der Dienststunden der Stadtverwaltung einsehen. Sie haben die Möglichkeit, sich zu der Planung zu äußern und sich über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die wesentlichen Auswirkungen der Planung zu informieren. Fragen beantwortet Herr Gehle gerne auch nach telefonischer Vereinbarung unter der Telefonnummer 05221/189-485. Anregungen zur Planung können schriftlich oder zur Niederschrift vorgebracht werden.

Gemäß § 3 Abs. 2 BauGB wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die Flächennutzungsplanänderung unberücksichtigt bleiben können.

Die Darstellung im Internet der Stadt Herford ersetzt keine rechtsverbindliche Fachauskunft.

Planunterlagen zum Entwurf

Abwägungstabelle über die frühzeitige Beteiligung zum Vorentwurf

FNP-Änderung Nr. 1.16: Entwurf (Planzeichnung)

Begründung

Umweltbericht

Bekanntmachung im Amtlichen Kreisblatt für den Kreis Herford vom 24.10.2018