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30.09.20 - Kulturscouts der 6c erleben das Abenteuer »Steinzeit«

„Früher war vieles besser!“ – Einen Spruch wie diesen haben die meisten schon einmal gehört. Früher war vieles aber auch mühseliger. Und in der Steinzeit erst recht! Davon konnten sich die Kulturscouts der 6c hautnah überzeugen, als sie am 30. September das Freilichtmuseum in Oerlinghausen besuchten.

Unter der Leitung der Museumspädagogin Frau Weinhorst begaben sich die Schülerinnen und Schüler zunächst auf eine Zeitreise von der Altsteinzeit in die Jungsteinzeit. So lernten sie, dass die Menschen ihr Hab und Gut zunächst aus tierischen Produkten herstellten, weil es kaum größere Pflanzen oder Bäume gab. Die wichtigsten Gegenstände zur Bearbeitung von Fellen oder Sehnen waren dabei die Steine, die der Zeit auch ihren Namen verliehen.

Weil das Klima mit den Jahrtausenden immer wärmer wurde, konnten die Menschen in der Mittelsteinzeit zunehmend auf Holz als Rohstoff zurückgreifen. Ihre Häuser waren nicht mehr einfache Hütten aus Fell, sondern standhaftere Gebäude aus Holz und Lehm. In der Jungsteinzeit wurden die ersten Menschen dann sesshaft und gingen dazu über, auch Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Die Häuser waren jetzt größer und boten den Menschen auch mehr Schutz.

Einfach war das Leben aber nach wie vor nicht. Ein Feuer war überlebenswichtig, um sich warm zu halten und einfache Speisen zuzubereiten. Wie schwer es ist, mit Feuerstein und Katzengold ein Feuer zu erzeugen, entdeckten die Schülerinnen und Schüler dann im praktischen Versuch. Mit viel Einsatz und Geduld gelang es einigen Schülergruppen Zunder zum Glimmen zu bringen. Später nutzten die Steinzeitmenschen auch Feuerbohrer, um schneller ein Feuer zu machen.

Natürlich reichte Feuermachen allein nicht aus, um das Überleben sicherzustellen. Auch die Jagd war ein wichtiger Bestandteil im Alltag der Steinzeitmenschen. So erprobten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst im Speerwurf und danach im Bogenschießen und lernten auf diese Weise die ersten Jagdtechniken des Menschen kennen. Gar nicht so einfach, wie viele feststellen mussten. Immerhin gelang es aber einigen Schülerinnen und Schülern die (regungslose und sehr geduldige) Beute zu treffen. Zumindest an diesem Abend hätte es also eine Mahlzeit für alle gegeben…

Die Menschen in der Steinzeit waren aber nicht nur handwerklich geschickt, sondern interessierten sich auch für Kunst. So stellten sie bei knisterndem Feuer aus wohlgeformten Tonkugeln Perlen für Ketten her. Dieser Idee folgten auch die Schülerinnen und Schüler der 6c und produzierten so ihren eigenen Steinzeit-Schmuck zum Mitnehmen.

  

„Früher war vieles besser!“ – Manchmal mag das stimmen. Hauptsächlich war früher vieles aber anders. Mit dieser Erkenntnis und vielen neu erlernten Survival-Skills fuhren die Schülerinnen und Schüler wieder zurück nach Herford.

Übrigens: Wer die Abenteuer der 6c nacherleben möchte, hat hierzu die Möglichkeit auf den Seiten des WDR. Frau Wegener vom WDR hat die Klasse an diesem Tag begleitet und eine Reportage für das Kinderradio „KiRaKa“ auf WDR 5 erstellt. Die Reportage erscheint voraussichtlich Anfang November.