Ehrenamt

Peter Franzeck engagiert sich seit ca. 20 Jahren in der Kreisgruppe Herford des BUND. Seine Leidenschaft gilt den Greifvögeln und hier insbesondere den Eulen. Er bestreitet praktischen Artenschutz u. a. durch Bestandserhebungen und das Anbringen von Nistkästen. Weitere Aufgaben nimmt er für die Initiative Pro Mehrweg wahr, die sich für die Müllvermeidung einsetzt.

Herr Franzeck ist für den BUND in Herford ein unverzichtbarer Aktivist, der mit seiner praktischen Arbeit vorbildlichen Naturschutz auf lokaler Ebene betreibt.

 

Mohammed Farahani und Essa Albakkar. Der eine ist Handwerker und kommt aus dem Iran, der andere Lehrer und kommt aus Syrien. Beide teilen ein schwieriges Schicksal: Sie sind Flüchtlinge. Aber sie teilen eine weitere persönliche Eigenschaft: Sie warten nicht auf Hilfe, sondern engagieren sich vor Ort und helfen selbst.

Mohammed Farahani engagiert sich beim Deutschunterricht für Flüchtlinge und Essa Albakkar unterstützt das Spielmobil des DRK, betreut Kinder und hilft bei der Hausaufgabenbetreuung des Königin-Mathilde-Gymnasiums.

Mit diesem beispielhaften Engagement zeigen beide, dass sie nicht nur in unserer Gesellschaft ankommen wollen, sondern sie wollen Teil dieser werden und selbst mitgestalten – so kann man der großen Aufgabe der Integration von Flüchtlingen sorgenfrei entgegensehen.

 

Vorstand der Nachbarschaftshilfe Herford e. V. „Stell dir vor, du wärst ein Flüchtling …“, mit dieser Botschaft wurde über die Herforder Bürgerstiftung ein Engagement in der Hansestadt Herford angestoßen, das beeindruckt. Aus dem Stand meldeten sich eine Vielzahl Unterstützer und Unterstützerinnen und arbeiteten zum Wohl der notleidenden Flüchtlinge in vielen Projekten u. a. in Bereichen wie Spracherwerb, Familienpatenschaften, Schulbegleitung und Freizeitaktivitäten, um die Integration der Ankömmlinge zu stützen.

Damit diese vielfältigen Projekte organisiert werden können, bedurfte es eines Vereines, der sich der oft undankbaren Aufgabe des „Verwaltens“ stellt. Sie fungieren als Ansprechpartner, übernehmen die Koordination und haben die Kommunikation über die hervorragende Homepage auf Dauer sicherstellt.

In einer Kraftanstrengung wurde der Verein Nachbarschaftshilfe Herford e. V. aus der Taufe gehoben, und damit wird eine beispielhafte Hilfe auch für die Zukunft in der Hansestadt Herford gesichert.

Thomas Wöhler. Seit 2007 ist Thomas Wöhler aktiv im Shanty-Chor Kliffkieker Herford e. V.. Genauso lange arbeitet er am Erfolg dieses Ensembles mit und steht ungezählte Jahre auf der Brücke dieses erfolgreichen Herforder Dampfers. Mit Leib und Seele widmet er sich dem höchst männlichen Geschäft der Kulturgutpflege von Shantys.

Als Vorsitzender des Vereins hat er erfolgreich Sorge dafür getragen, dass der Laden zusammengehalten wird, dass es erfolgreiche musikalische Leiter im Chor gibt und dass das Liedgut Menschen in nah und fern zu Teil wird. Volle Terminkalender und erfolgreiche Auftritte sind kein Hexenwerk, sondern häufig den Aktivitäten von Menschen geschuldet, die sich nicht scheuen, Verantwortung am Steuerrad eines Chores zu übernehmen. Thomas Wöhler ist einer dieser Menschen und solange es solche Typen gibt, heißt es volle Fahrt voraus für Shantys.

 

Branko Kreinz. Branko Kreinz ist so etwas wie ein Macher im positiven Sinne. Er sieht soziale Ungleichheit in seiner Heimatstadt und weiß, dass die Betroffenen darunter leiden, insbesondere die Kinder. 2009 hat er sich der Aufgabe angenommen, Spenden zu sammeln und diese zu verteilen. Er hat die Initiative „Herforder für Herford“ gegründet und viele Unterstützer gefunden.

Mit Erfolg konnte er vielen Familien und deren Kindern in seiner Heimatstadt helfen. Unbürokratisch hat er ihnen unter die Arme gegriffen und mit oftmals kleinen Geschenken große Freude bereitet. Kleidung, Hausrat Spielsachen, Einkaufsgutscheine und Lebensmittel – alles findet bei ihm Verwendung.

Dafür ist er bereit, einen großen Teil seiner Freizeit zu investieren. Und mehr noch, auch in seiner Kirchengemeinde St. Johannes Baptist ist er Messdienerleiter und Kommunionshelfer.
Branko Kreinz ist ein Herforder, der sich für Herforder einsetzt - vorbildlich.

 

Gisela und Helmut Harbsmeier. Die Eheleute Gisela und Helmut Harbsmeier sind so etwas wie Urgesteine des Biochemischen Vereines. Mitglieder seit über 45 Jahren, Vorstandsaktivitäten seit über 35 Jahren und immer im Einsatz für die Verbindung von Gesundheit und Geselligkeit.

Einer der Schwerpunkte ihrer Aktivitäten ist das Fahrradfahren und das Wandern. Das Ausarbeiten von Touren, Begleiten und Führen der Gruppen gehören ebenso dazu, wie die organisatorische Einbindung in den Vorstand, den

Gisela Harbsmeier auch langjährig als Schatzmeisterin und stellvertretende Schatzmeisterin unterstützte.

Aber auch die Basisarbeit, die diesen Verein nachhaltig prägt, wie Versammlungen, Feste und gesellige Treffs wurden tatkräftig und mit guten Ideen unterstützt. So sind Beide als verlässliche und unverzichtbare Säulen eines lebhaften Vereinslebens zu bezeichnen.

 

Dankwart Bredt. Er kam 2003 als Ruheständler nach Herford und machte genau das Gegenteil von dem, was der Begriff Ruhestand suggeriert: Dankwart Bredt stellt sich in den Dienst der Gesellschaft und entfaltet sein vielfältiges

Engagement. Er tritt der AWO bei und wird Motor des Projektes BELLA, unterstützt die Lebenshilfe, ist im Seniorenbeirat und im HudL aktiv, hebt das Projekt Emma aus der Taufe, wirkt in seiner Kirchengemeinde mit und engagiert

sich darüber hinaus als ehrenamtlicher Betreuer für Menschen, die Unterstützung brauchen. Vor dem Hintergrund dieser – wohl unvollständigen - Aufzählung kann man mit Gewissheit behaupten, dass er als ein unermüdlicher Streiter für die Schwachen dieser Gesellschaft unterwegs ist. Dankwart Bredt hat sich dabei

auch von gesundheitlichen Einschränkungen nicht aufhalten lassen und hinterlässt an vielen Stellen durch seinem Engagement einen deutlichen Fußabdruck.

 

Der Soziale Arbeitskreis des DRK. Blutspende und Katastrophenhilfe sind zwei Stichworte, die eng mit dem DRK in Verbindung gebracht werden. Dass hinter dem Gelingen dieser gesellschaftlichen Aufgaben immer auch ein Räderwerk steht, in dem ehrenamtliches Engagement eine wichtige Rolle spielt, zeigt der Soziale Arbeitskreis des DRK. Unterstützung der organisatorischen Aufgaben und Organisation des Buffets beim Blutspenden sind ebenso unerlässlich wie die Organisation von Verpflegung im Katastrophenfall.

Dazu gesellen sich die vielfachen Aufgaben gesellschaftlichen Engagements des Herforder DRK: Seniorenreisen, Seniorengymnastik, Seniorentreffs, Flohmärkte, Kleiderkammer und viele andere Aufgaben, die ohne das Engagement des Sozialen Arbeitskreises einfach nicht zu stemmen wären.

Was wäre das DRK in Herford wohl ohne seine seit 50 Jahren engagierten Ehrenamtlichen?

 

Karl-Johann Zegarek. Kaum ins Rentenalter eingetreten hat sich Herr Zegarek zu einem „Bilderbuchehrenamtlichen“ in der Alten Schule Ottelau des DRK entwickelt. Seit vier Jahren arbeitet er für den berühmten Händedruck irgendwo zwischen Teil- und Vollzeitstelle in der Begegnungseinrichtung des Stadtteils.

Hausmeister, Mitarbeiter im offenen Treff, Fahrdienste, Gesprächspartner, Spielmobilbetreuer und „Kümmerer“ sind einige der Stichworte, die seinen Aktionsradius beschreiben. Das Ganze ist dann gepaart mit großer Einfühlsamkeit und Aufmerksamkeit.

Karl-Johann Zegarek ist einer jener Ehrenamtlichen, den sich jede Einrichtung als Stütze wünscht.

 

Jugendgruppe Action 4U DieStärken Jugendlicher zu erkennen und zu fördern und ihnen dann Verantwortung zu übergeben, ist Konzept und zugleich Geheimnis des Erfolges dieser aktiven Jugendgruppe. Zunächst haben sich die Jugendlichen in unterschiedlichen technischen Bereichen Wissen angeeignet, vertieft und damit sogar an „Jugend forscht“ Wettbewerben teilgenommen.

Gepaart mit einer „Juleica“-Ausbildung haben dann einige von ihnen Bastelgruppen mit jüngeren Kindern übernommen und regelmäßige Spendenaktionen u. a. für den Verein „Kinder aus Tschernobyl“ organisiert. Aber auch für Erwachsene und Flüchtlinge haben sie ihre Fertigkeiten eingesetzt. Seit 2014 organisieren sie ein „Repair Café“ und geben die reparierten Produkte an ihre Besitzer zurück oder an Bedürftige weiter.

Wenn Jugendliche derart ihre sozialen Kompetenzen entwickeln, muss man sich um den Gemeinsinn innerhalb unserer Gesellschaft keine Sorgen machen.