Fachangestellte*r für Medien- und Informationsdienste Fachrichtung Archiv

Diese Ausbildungsstelle wird wieder zum Jahr 2021 angeboten.
Informationen zum Auswahlverfahren werden rechtzeitig eingestellt.

Maren Rölke, 26 Jahre, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste,
Fachrichtung Archiv , 1. Ausbildungsjahr


Warum hast Du Dich für die Ausbildung entschieden?

Maren: „Ich habe an der Universität Bielefeld Geschichte und Germanistik studiert, hatte aber immer das Gefühl, dass  irgendetwas fehlt.  Dann bin ich auf die Ausbildungsstelle hier in Herford gestoßen und habe mich einfach spontan beworben. Ich finde es spannend, mich mit der Geschichte Herfords zu beschäftigen und sozusagen hinter die Kulissen zu schauen. Die Arbeit im Archiv ist für mich konkreter als mein Geschichtsstudium an der Uni.“

Wie ist Deine Ausbildung aufgebaut/strukturiert?

Maren: „Ich habe einen schulischen und einen praktischen Teil. Zwei Mal wöchentlich fahre ich nach Dortmund zum Karl-Schiller-Berufskolleg. Fächer sind vor allem berufsbezogene Fächer wie SBL = Spezielle Betriebslehre, aber auch allgemeinbildende Fächer wie Englisch und Deutsch. Die verbleibenden drei Tage bin ich hier im Herforder Stadtarchiv. Ein wichtiger Teil meiner Ausbildung besteht in der klassischen Verwaltungstätigkeit. Die Ausbildung erstreckt sich über drei Jahre. Da es aber möglich ist, bei entsprechenden, bereits vorhandenen Qualifikationen und sehr guten Leistungen in der Schule, die Ausbildung zu verkürzen und ich bereits studiert habe, strebe ich an, die Abschlussprüfung um ein halbes Jahr vorzuziehen.“

Was gefällt dir an deiner Ausbildung?

Maren: „In diesem Beruf arbeite ich größtenteils selbstständig und das  mag ich sehr. Meine Arbeitstage im Archiv sind auch sehr abwechslungsreich. Hauptsächlich verzeichne ich Akten. Das bedeutet, dass ich Dokumente, wie zum Beispiel Protokolle von Ratssitzungen, so erschließe, dass sie und die besprochenen Themen in der Archiv-Datenbank wiedergefunden werden. Ich finde es sehr spannend, zu lesen was in Herford in früheren Jahren passiert ist und wie die Menschen damals verhandelten oder was für Meinungen sie hatten. Aber zu meiner Arbeit gehören auch noch andere Aufgaben, beispielsweise das Beantworten von Anfragen, bei denen es häufig um Nachlassangelegenheiten geht. Außerdem habe ich im Stadtarchiv Herford die Möglichkeit, mir auch mal die Restaurierung der Archivalien anzusehen und selber kleinere Arbeiten zu übernehmen.“

Was sollte eine Bewerberin/ein Bewerber mitbringen?

Maren: „Sehr wichtig ist das Interesse an Deutsch und Geschichte. Außerdem ist es hilfreich, strukturiert und ordentlich zu sein, denn man muss in Archiven ja alles wiederfinden. Auch sollte man wissen, dass man bei diesem Beruf sehr oft am Computer arbeiten wird.“