Fachangestellte*r für Medien- und Informationsdienste Fachrichtung Archiv

Diese Ausbildungsstelle wird wieder zum Jahr 2021 angeboten.
Informationen zum Auswahlverfahren werden rechtzeitig eingestellt.

Robin Butte, 36 Jahre alt, Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste,
Fachrichtung Archiv , 3. Ausbildungsjahr

Warum hast Du Dich für die Ausbildung entschieden?

Robin: „Ich habe zuvor u.a. Geschichte studiert und im Rahmen meines Studiums ein Praktikum im Landesarchiv NRW – Abteilung Westfalen in Münster gemacht. Das hat mir sehr gut gefallen. Geschichte hat mir schon immer Spaß gemacht, ich wollte einen Beruf ausüben, in dem ich mit dieser in Berührung komme und mit ihr arbeiten kann.“

Wie ist Deine Ausbildung aufgebaut/strukturiert?

Robin: „Ich habe einen schulischen und einen praktischen Teil. Zwei Mal wöchentlich fahre ich nach Dortmund zum Karl-Schiller Berufskolleg. Fächer sind vor allem berufsbezogene Fächer wie SBL = Spezielle Betriebslehre und DV = Datenverarbeitung, aber auch allgemeinbildende Fächer wie Englisch und Deutsch. Die verbleibenden drei Tage bin ich hier im Herforder Stadtarchiv. Ein wichtiger Teil meiner Ausbildung besteht in der klassischen Verwaltungstätigkeit. Außerdem absolviere ich noch weitere Praktika. So war ich bereits in der Stadtbibliothek Herford und im Landeskirchenarchiv Bielefeld.“

Wie sieht deine Arbeit aus? Was genau machst du?

Robin: „Ein großer Teil meiner Arbeit besteht darin, eingehende Akten zu bearbeiten. Das heißt, dass die lokalen Behörden und Ämter ihre für den Geschäftsgang nicht mehr benötigten Formulare, Dokumente etc. bei uns einreichen und wir diese dann zuerst selektieren. Also wir schauen, ob die Unterlagen zukünftig von historischer Bedeutung sein können, oder ob wir sie kassieren, also schreddern können. Das sind zum Beispiel Melderegister oder Unterlagen aus dem Standesamt. Die könnten später für die Nachwelt wichtig sein. Die bedeutsamen Akten kategorisieren und archivieren wir dann. Außerdem gibt es häufig Anfragen von Privatpersonen oder Unternehmen, welche eben jene historischen Auskünfte erfragen, beispielsweise alte Baupläne zu einem Firmenjubiläum. Darüber hinaus bereiten wir Stadtführungen vor und kooperieren eng den örtlichen und regionalen Geschichtsvereinen für Jahrbücher und andere Veröffentlichungen.“

Was sollte eine Bewerberin/ein Bewerber mitbringen?

Robin: „Es ist wichtig Interesse an Geschichte und Verwaltungshandeln zu haben. Außerdem sollte man gerne lesen und gut in Deutsch und Englisch sein.
Häufig arbeitet man alleine und beschäftigt sich mit Dokumenten und Akten oder schreibt einen Artikel etc. Wir arbeiten hier nicht nur im Team. Das sollte jedem Bewerber klar sein.“