Sozialarbeiter*in im Anerkennungsjahr

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Katrin Schröder, 24 Jahre alt, Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr


Warum hast Du Dich für die Ausbildung entschieden?

Katrin: „Nach der Realschule habe ich zunächst am Anna-Siemsen-Berufskolleg in Herford mein Fachabitur mit der Fachrichtung „Soziales und Gesundheitswesen“ gemacht. Danach dann eine Erzieherinnenausbildung, weil ich gerne mit Menschen arbeiten wollte. Das genügte mir aber noch nicht. Ich habe im Anschluss dann in Hildesheim mein Studium für Soziale Arbeit begonnen, weil ich gerne noch mehr lernen und wissen wollte. Im Studium musste ich mehrere Praktika absolvieren, eins davon habe ich im Herforder Jugendamt gemacht. Das hat mir so gut gefallen, dass ich hier mein Anerkennungsjahr macht wollte. Und das hat dann auch geklappt.“

Wie ist die Ausbildung aufgebaut/strukturiert?

Katrin: „Das Studium umfasst allgemeine Kurse, wie Gesellschaftswissenschaften, Sozialmanagement oder Rechtswissenschaften und Schwerpunkte in verschiedenen Bereichen, wie z.B. Beratung. Das Studium dauert 6 Semester, im Anschluss folgt das Anerkennungsjahr. In diesem praktischen Jahr muss ich hin und wieder für 1 Woche zurück zur Fachhochschule. Dann steht die Reflexion und Supervision unserer Arbeit an. Wir arbeiten das Erlebte auf und tauschen uns untereinander aus. Das tut gut und hilft, Situationen einzuordnen. Ende des Anerkennungsjahres schreibe ich einen umfangreichen wissenschaftlichen Bericht über diese Zeit. Es folgt dann noch ein Kolloquium. Abschließend erhält man die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter oder Sozialarbeiterin.“

Was gefällt Dir an Deiner Ausbildung?

Katrin: „Ich absolviere mein Anerkennungsjahr beim Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD). Der ASD kümmert sich z.B. um Familien in verschiedensten Problemlagen. Diese nehmen von selber Kontakt zu uns auf oder wir werden informiert, dass Familie xy Unterstützung benötigen könnte. Wir besuchen die Familien, und das find ich sehr spannend. Ich begleite meine Kollegen und Kolleginnen bei ihrer Arbeit, höre zu und beobachte. Sie kümmern sich zum Beispiel aktuell um Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind und vor Gericht müssen. Da laufe ich mit und bekomme dadurch Einblicke in völlig andere Lebenssituationen von Menschen in Herford. Ich gucke sozusagen hinter die Kulissen. Das ist interessant und lässt mich auch wachsen.“

Was sollte eine Bewerberin/ein Bewerber mitbringen?

Katrin: „Bewerber und Bewerberinnen sollten gerne mit Menschen in Kontakt treten. Eine Haltung zu haben ist wichtig, denn man stößt schon mal auf Ablehnung durch das Klientel und das muss man auch aushalten können und nicht persönlich nehmen. Man sollte sich nicht zu schnell aus der Ruhe bringen lassen. Lust auf Schreibtischarbeit sollte eine Bewerberin oder ein Bewerber auch mitbringen. Man muss schon viel dokumentieren, protokollieren und telefonieren.“