Sozialarbeiter*in im Anerkennungsjahr

Die Bewerbungsfrist für die Stellen zum 01.09.2019 ist bereits abgelaufen, so dass dafür keine Bewerbung mehr möglich ist. 

Informationen zum Auswahlverfahren für Stellen ab dem 01.09.2020 findest Du voraussichtlich ab Winter 2019 hier.


Sina Tiemann, 22 Jahre alt, Anerkennungsjahr für Sozialarbeiterin

Warum hast Du Dich für die Ausbildung entschieden?

Sina: „Soziale Arbeit zu studieren war eine eher spontane Entscheidung. Ich wollte gerne mit Menschen arbeiten, mich aber noch nicht so total auf den Bereich festlegen. Soziale Arbeit bietet viele Möglichkeiten: Ob Kinder, Menschen mit Behinderungen, Familien….Ich musste mich nicht für einen Bereich entscheiden, wie bei einem Studium auf Lehramt, und das hat mir gut gefallen. Ich habe mich dann in der Uni Vechta eingeschrieben, dort meinen Bachelor gemacht und mich anschließend für einen Platz im Anerkennungsjahr beim Jugendamt der Stadt Herford beworben."

Wie ist die Ausbildung aufgebaut/strukturiert?

Sina: „Das Studium umfasst allgemeine Kurse, wie Gesellschaftswissenschaften, Sozialmanagement oder Rechtswissenschaften und Schwerpunkte in verschiedenen Bereichen wie z.B. Inklusion und Beratung. Während des Studiums an der Uni gibt es eine Praxisphase von 3 Monaten. Ich habe das in einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren absolviert.  Am Ende folgte dann ein Praxisbericht.
Im Anschluss an das Studium müssen wir ein Anerkennungsjahr machen. Ich mache dieses praktische Jahr beim Allgemeinen sozialen Dienst im Herforder Jugendamt. Während des Anerkennungsjahres habe ich auch mehrere Fortbildungstage in der Uni Vechta und einmal im Monat  Supervision, um das Erlebte und Erfahrene zu verarbeiten und zu besprechen.
Am Ende des Anerkennungsjahres schreibe ich einen umfangreichen wissenschaftlichen Bericht über diese Zeit. Es folgt dann noch ein Kolloquium. Abschließend erhält man die staatliche Anerkennung als Sozialarbeiter / Sozialarbeiterin.“

Was gefällt Dir an Deiner Ausbildung?

Sina: „An meinem Studium hat mir die Vielfältigkeit der Themen sehr gut gefallen. Das Anerkennungsjahr jetzt gibt mir die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen erste Joberfahrungen zu sammeln und dann nach und nach in die Aufgaben hinein zuwachsen. Ich arbeite in einem tollen Team und wir besprechen regelmäßig verschiedene Fälle.
Der Allgemeine soziale Dienst umfasst beratende und verwaltungsinterne Arbeiten. Wir kümmern uns z.B. um Familien in verschiedensten Problemlagen. Diese nehmen von selber Kontakt zu uns auf oder wir werden informiert, dass Familie xy Unterstützung benötigen könnte. Wir besuchen die Familien, und das find ich sehr spannend. Außerdem beraten und begleiten wir Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind und vor Gericht müssen. Schön ist, wenn unsere angebotene Hilfe auch greift und die Betroffenen weiterbringt.“

Was sollte eine Bewerberin/ein Bewerber mitbringen?

Sina: „Eine Bewerberin / ein Bewerber sollte offen sein und keine Scheu vor Menschen haben. Als Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter muss man neugierig sein auf Menschen und ihre Geschichte. Auch sich selbst muss man immer wieder hinterfragen:  Habe ich richtig gehandelt? Was würde ich beim nächsten Fall anders machen?
Lust auf Schreibtischarbeit sollte eine Bewerberin / ein Bewerber auch mitbringen. Man muss schon viel dokumentieren, telefonieren und protokollieren.“