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Spaziergang und Radtour: Bürgerbeteiligung zum Mobilitätskonzept

Herford, 23.09.2022. Die Stadtverkehr Herford GmbH (SVH) möchte im Auftrag der Stadt ein gesamtstädtisches Mobilitätskonzept bis zum Jahr 2035 auf den Weg bringen. Am Mittwochabend waren dazu Bürgerinnen und Bürger eingeladen, entweder auf einer Radtour oder einem Spaziergang die wichtigsten Verkehrspunkte in Herford anzusteuern und gemeinsam Ideen für die Zukunft zu sammeln.

Schwerpunkte beim Spaziergang waren die Barrierefreiheit und die Aufenthaltsqualität. Beginnend am Bahnhof führte die Route über den Gänsemarkt und Aawiesenpark bis hin zum Alten Markt. Auf den Wegen zwischen den Plätzen ist an einigen Stellen aufgefallen, dass die Bürgersteige zu schmal für Rollstuhlfahrer sind und der Untergrund ungeeignet für das Rollen. Auch für Blinde sind die Wege nicht optimal, ein Ausbau des Blindenleitsystems wurde gewünscht.

Am Bahnhof wurde u.a. eine digitale Anzeige für die Busse angeregt und eine bessere Ausschilderung, wo welcher Bus abfährt. Im Aawiesenpark wurde die Aufenthaltsqualität gelobt, der Wunsch nach einer öffentlichen Toilette und einem Kiosk kam aber auf. Auch am Gänsemarkt stimmt laut den Teilnehmer*innen die Aufenthaltsqualität, die Fortbewegung mit Gehbehinderung ist aufgrund der Bodengestaltung aber schwierig.

Am Ziel der Route, dem Alten Markt, nannten einige aus der Runde die Busse als störend und empfanden den Platz generell als zu sehr zugebaut.

Die Radtour führte vom Bahnhof über den Wilhelmsplatz, die Mindener Straße und Marienstraße zum Bildungscampus. Von dort ging es weiter über die Oberringstraße, die Salzufler Straße und Wiesestraße zum Alten Markt.

Die Teilnehmer*innen wünschten sich vor allem eine deutlichere Trennung des Radverkehrs vom KFZ-Verkehr und eine bessere sowie durchgängige Radwegemarkierung. Am H2O wurden die Anzahl als auch die Ausführung der Radabstellanlagen bemängelt. Grundsätzlich hatten die Teilnehmer*innen Verständnis dafür, dass das Platzangebot im Straßenraum begrenzt ist, sahen allerdings eine überwiegende Bevorzugung von PKW und LKW.

Im Oktober wird es eine Online-Bürgerbeteiligung geben, um noch weitere Anregungen und Ideen zu sammeln. Ende des Jahres soll das Mobilitätskonzept dann fertig sein.