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OWL-Forum: Auftakt zum Kulturdialog

Herford, 19. Mai 2022. Was wünschen sich die Herforderinnen und Herforder von einer neuen Veranstaltungsstätte? Und welche Ideen und Bedürfnisse haben Kulturschaffende?

Ein wichtiger Schritt im Rahmen weiterer Planungen für das OWL-Forum ist eine breit angelegte öffentliche Beteiligung der Stadtgesellschaft sowie der Kulturszene.

Zum Auftakt dieses Prozesses fand am Donnerstag, 19. Mai 2022 im Marta Herford ein erster Kulturdialog mit rund 50 Kulturschaffenden, Akteurinnen und Akteuren und Förderern im kulturellen Bereich statt.

„Das so genannte OWL Forum soll ein Haus der Kultur für alle werden“, sagt Bürgermeister Tim Kähler. „Der Grundsatzbeschluss fällt erst, wenn es von allen getragen wird. Ich halte nach wie vor am Fertigstellungstermin 2026 fest, aber es muss einen breiten Konsens geben und diese Zeit wollen und müssen wir uns jetzt nehmen.“

Der Kulturdialog als Fachforum war der Auftakt für eine breite öffentliche Beteiligung. Drei weitere Bürgerbeteiligungen sind in diesem Jahr geplant, eine davon noch vor den Sommerferien.

Eine eigene Homepage wird in wenigen Wochen dazu online gehen. Dort soll der gesamte Prozess transparent abgebildet werden, Blocks laden zum Diskutieren und Austausch ein.

Begleitet und beraten wird der jetzige Prozess von Carmen Emigholz, Staatsrätin für Kultur in Bremen und Christian Kötter-Lixfeld, Intendant und Geschäftsführer der Bremer Philharmoniker. Beide sind ausgewiesene Kulturexperten und bringen viele Erfahrungen mit ähnlichen Projekten und Beteiligungsformaten mit.

Das so genannte OWL Forum soll ein gemeinsamer Veranstaltungsort für Theater und die Nordwestdeutsche Philharmoniker werden.Das jetzige Stadttheater und der Schützenhof als Heimat der NWD sind stark sanierungsbedürftig. Für das Stadttheater werden 16 Millionen Euro Sanierungsbedarf beziffert, für den Schützenhof 13,6 Millionen Euro. Während einer Sanierung könnte in den Häusern nicht gespielt werden.
Der Bund und das Land NRW haben für den Bau einer neuen Veranstaltungsstätte Fördermittel von jeweils 32 Millionen Euro zugesagt.