Bürgerkommune
Mit der Bürgerkommune verbindet die Stadt Herford das Ziel, die Beziehung der Bürgerinnen und Bürger zur Politik und der Verwaltung zu stärken und die Kompetenz der Bürgerinnen und Bürger offensiv in die kommunalen Entscheidungen einzubeziehen. Denn wie Umfragen übereinstimmend belegen, gibt es eine große Zahl von Menschen, die sich in der Zuschauerdemokratie nicht mehr wirklich zuhause fühlen. Sie sehen keine Möglichkeit in ihr zu handeln und verlieren das Interesse an ihrem Gemeinwesen.
In Herford sind bereits gute Voraussetzungen und Ansätze für die Entwicklung zur Bürgerkommune vorhanden. Erfreulicherweise gibt es viele Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, sich in die Belange ihrer Stadt einzubringen und auf sie Einfluss zu nehmen. Und Rat und Verwaltung haben in den vergangenen Jahren einiges dafür unternommen, ihre Bürgerinnen und Bürger in die aktuellen Planungen zur Stadtentwicklung einzubeziehen. Beispiele dafür sind die Planungsworkshops zur Neugestaltung des Linnenbauer Platzes, des Magdeburger Platzes und des Bürgerparks im Kleinen Feld. Hinzu kommen die Elternbefragung über die offene Ganztagsschule oder die repräsentative Umfragen zur Entwicklung der Innenstadt in Form sogenannter Bürgerpanels.
Um diese Ziele zu erreichen und wirkungsvoll umzusetzen, setzt das Leitbild der Bürgerkommune Herford auf die folgenden zentralen Bausteine:
Bürgeranliegen Beschwerdemanagement im Internet
Bürgerinnen und Bürger können ihre Wünsche und Beschwerden über ein Internetportal direkt der Stadtverwaltung mitteilen. Ihre Anfrage wird direkt an die zuständige Stelle in der Verwaltung weitergeleitet. Sie können sich jederzeit über den Bearbeitungsstand ihres Anliegens informieren und erhalten kurzfristig Nachricht, wenn der Sachverhalt geklärt ist. Weitere Informationen...
Cityoffensive Ab in die Mitte
Zum vierten Mal seit 2003 ist ein Wettbewerbsbeitrag der Stadt Herford bei der City-Offensive NRW Ab in die Mitte! ausgezeichnet worden. Mit den damit verbundenen Landesmitteln wird Herford die Veränderungen, die mit dem Bau des neuen Einkaufscenters auf dem ehemaligen Kaufhof-Areal einhergehen, gemeinsam mit der Bürgerschaft gestalten. Grundpfeiler des für September 2009 geplanten Veranstaltungsreihe Neues entsteht Wir machen mit! ist das Ehrenamt, als treibende Kraft der geplanten Aktionen. In Workshops und Veranstaltungen sollen die Menschen ihre Innenstadt neu entdecken, eigene Erfahrungswerte einbringen und ihre Wünsche formulieren. Die Maßnahmen sollen auf ehrenamtlicher Basis über den Veranstaltungszeitraum hinaus weitergeführt werden und die Bauphase aktiv begleiten. Ziel ist eine Innenstadt, in der die Menschen unserer Stadt sich gerne aufhalten und einkaufen möchten.
Ehrenamt mach Menschen aktiv (EMMA)
Ein Mal pro Jahr würdigt die Stadt Herford Bürgerinnen und Bürger für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement. Verantwortlich für die Organisation dieser Ehrung ist die Gruppe EMMA. Ihre Mitglieder kümmern sich überdies um die Weiterentwicklung des Ehrenamts in Herford. Dazu zählt die Vermittlung von ehrenamtlichen Tätigkeiten an Bürgerinnen und Bürger, die Gewinnung und Qualifizierung weiterer Menschen für das Ehrenamt.
Bürgerbefragungen
Um die Wünsche und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger genau zu kennen, befragt die Verwaltung zu bestimmten Themen unmittelbar Betroffene. Befragungen werden zum Beispiel zur Wohnsituation älterer Menschen in der Innenstadt oder zur Situation in den Kindertagesstätten und Familienzentren durchgeführt.
Runde Tische
In Runden Tischen bearbeiten Fachleute unterschiedlicher Profession, zum Teil auch mit Vertretern aus der Bürgerschaft, zeitlich befristet ein definiertes Thema und entwickeln Empfehlungen für die politischen Ausschüsse. Im Sozialbereich beschäftigten sich Runde Tische zuletzt mit den Themen Armut/Kinderarmut und Langzeitarbeitslosigkeit. Im Bildungsbereich tagten diese Gremien zu den Themen gemeinsamer Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern und zum künftigen Raumbedarf von Schulen im Bereich der Sekundarstufe I. In beiden Fällen entwickelten die Schüler- und Lehrerschaft gemeinsam mit Eltern und Vertretern der Politik und der Verwaltung Leitlinien für die Politik.
Lokales Bündnis für Familie
Familienbündnisse leisten einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sie gestalten gemeinsam mit Unternehmen die Arbeitswelt mit und machen die Stadt kinder- und familienfreundlicher.
Stadtteilkonferenzen
In Stadtteilkonferenzen tauschen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger, Stadtteilgruppen, Vereine, Verwaltung, Haupt- und Ehrenamtliche eines Stadtquartiers über notwendige Entwicklungen aus und erarbeiten praktische Vorschläge. Ein gutes Beispiel ist das Kleine Feld: Das dort von der Stadt initiierte und vom Verein für soziale Arbeit und Beratung umgesetzte Quartiersmanagement beinhaltet auch eine Stadtteilkonferenz. Dort werden Projekte vorgestellt und abgestimmt. Das Projekt in dem Stadtteil wird von der Bundesregierung im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklung gefördert und hat mit seinen originellen Maßnahmen bundesweite Beachtung gefunden. Mehr Informationen
Bürgerbeteiligung bei städtischen und privaten Erschließungs- und Tiefbaumaßnahmen
Städtische Tiefbaumaßnahmen von weitreichender Bedeutung werden den Anliegern im Vorfeld vorgestellt und mit ihnen diskutiert. Ihre Anregungen, Einwände und Vorschläge sollen gehört und wenn möglich berücksichtigt werden.
Weitere geplante Bausteine sind:
Bürgerstiftung als Entwicklungsmöglichkeit einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen engagierter Bürgerschaft und heimischen Unternehmen
Bürgerstiftungen sind öffentlich-private Partnerschaften zwischen engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Kommunen, die durch ihr Stiftungs-Engagement ausgewählte Projekte fördern und tragen. Die Verwaltung arbeitet derzeit am Aufbau einer solchen Bürgerstiftung in Herford.
STADTFORUM - Herford gemeinsam gestalten: Miteinander ins Gespräch kommen
Mit dieser Veranstaltungsform können sich die engagierte Bürgerschaft, Verwaltung, Politik und Wirtschaft besser austauschen und Wege der Zusammenarbeit ausloten. Es bietet die Gelegenheit dafür, dass die relevanten bürgerschaftlichen Initiativen, Interessengruppen und städtischen Institutionen in Augenhöhe miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam nach Lösungen für die Probleme vor Ort suchen können.
In Herford sind bereits gute Voraussetzungen und Ansätze für die Entwicklung zur Bürgerkommune vorhanden. Erfreulicherweise gibt es viele Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, sich in die Belange ihrer Stadt einzubringen und auf sie Einfluss zu nehmen. Und Rat und Verwaltung haben in den vergangenen Jahren einiges dafür unternommen, ihre Bürgerinnen und Bürger in die aktuellen Planungen zur Stadtentwicklung einzubeziehen. Beispiele dafür sind die Planungsworkshops zur Neugestaltung des Linnenbauer Platzes, des Magdeburger Platzes und des Bürgerparks im Kleinen Feld. Hinzu kommen die Elternbefragung über die offene Ganztagsschule oder die repräsentative Umfragen zur Entwicklung der Innenstadt in Form sogenannter Bürgerpanels.
Um diese Ziele zu erreichen und wirkungsvoll umzusetzen, setzt das Leitbild der Bürgerkommune Herford auf die folgenden zentralen Bausteine:
Bürgeranliegen Beschwerdemanagement im Internet
Bürgerinnen und Bürger können ihre Wünsche und Beschwerden über ein Internetportal direkt der Stadtverwaltung mitteilen. Ihre Anfrage wird direkt an die zuständige Stelle in der Verwaltung weitergeleitet. Sie können sich jederzeit über den Bearbeitungsstand ihres Anliegens informieren und erhalten kurzfristig Nachricht, wenn der Sachverhalt geklärt ist. Weitere Informationen...
Cityoffensive Ab in die Mitte
Zum vierten Mal seit 2003 ist ein Wettbewerbsbeitrag der Stadt Herford bei der City-Offensive NRW Ab in die Mitte! ausgezeichnet worden. Mit den damit verbundenen Landesmitteln wird Herford die Veränderungen, die mit dem Bau des neuen Einkaufscenters auf dem ehemaligen Kaufhof-Areal einhergehen, gemeinsam mit der Bürgerschaft gestalten. Grundpfeiler des für September 2009 geplanten Veranstaltungsreihe Neues entsteht Wir machen mit! ist das Ehrenamt, als treibende Kraft der geplanten Aktionen. In Workshops und Veranstaltungen sollen die Menschen ihre Innenstadt neu entdecken, eigene Erfahrungswerte einbringen und ihre Wünsche formulieren. Die Maßnahmen sollen auf ehrenamtlicher Basis über den Veranstaltungszeitraum hinaus weitergeführt werden und die Bauphase aktiv begleiten. Ziel ist eine Innenstadt, in der die Menschen unserer Stadt sich gerne aufhalten und einkaufen möchten.
Ehrenamt mach Menschen aktiv (EMMA)
Ein Mal pro Jahr würdigt die Stadt Herford Bürgerinnen und Bürger für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement. Verantwortlich für die Organisation dieser Ehrung ist die Gruppe EMMA. Ihre Mitglieder kümmern sich überdies um die Weiterentwicklung des Ehrenamts in Herford. Dazu zählt die Vermittlung von ehrenamtlichen Tätigkeiten an Bürgerinnen und Bürger, die Gewinnung und Qualifizierung weiterer Menschen für das Ehrenamt.
Bürgerbefragungen
Um die Wünsche und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger genau zu kennen, befragt die Verwaltung zu bestimmten Themen unmittelbar Betroffene. Befragungen werden zum Beispiel zur Wohnsituation älterer Menschen in der Innenstadt oder zur Situation in den Kindertagesstätten und Familienzentren durchgeführt.
Runde Tische
In Runden Tischen bearbeiten Fachleute unterschiedlicher Profession, zum Teil auch mit Vertretern aus der Bürgerschaft, zeitlich befristet ein definiertes Thema und entwickeln Empfehlungen für die politischen Ausschüsse. Im Sozialbereich beschäftigten sich Runde Tische zuletzt mit den Themen Armut/Kinderarmut und Langzeitarbeitslosigkeit. Im Bildungsbereich tagten diese Gremien zu den Themen gemeinsamer Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern und zum künftigen Raumbedarf von Schulen im Bereich der Sekundarstufe I. In beiden Fällen entwickelten die Schüler- und Lehrerschaft gemeinsam mit Eltern und Vertretern der Politik und der Verwaltung Leitlinien für die Politik.
Lokales Bündnis für Familie
Familienbündnisse leisten einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sie gestalten gemeinsam mit Unternehmen die Arbeitswelt mit und machen die Stadt kinder- und familienfreundlicher.
Stadtteilkonferenzen
In Stadtteilkonferenzen tauschen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger, Stadtteilgruppen, Vereine, Verwaltung, Haupt- und Ehrenamtliche eines Stadtquartiers über notwendige Entwicklungen aus und erarbeiten praktische Vorschläge. Ein gutes Beispiel ist das Kleine Feld: Das dort von der Stadt initiierte und vom Verein für soziale Arbeit und Beratung umgesetzte Quartiersmanagement beinhaltet auch eine Stadtteilkonferenz. Dort werden Projekte vorgestellt und abgestimmt. Das Projekt in dem Stadtteil wird von der Bundesregierung im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklung gefördert und hat mit seinen originellen Maßnahmen bundesweite Beachtung gefunden. Mehr Informationen
Bürgerbeteiligung bei städtischen und privaten Erschließungs- und Tiefbaumaßnahmen
Städtische Tiefbaumaßnahmen von weitreichender Bedeutung werden den Anliegern im Vorfeld vorgestellt und mit ihnen diskutiert. Ihre Anregungen, Einwände und Vorschläge sollen gehört und wenn möglich berücksichtigt werden.
Weitere geplante Bausteine sind:
Bürgerstiftung als Entwicklungsmöglichkeit einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen engagierter Bürgerschaft und heimischen Unternehmen
Bürgerstiftungen sind öffentlich-private Partnerschaften zwischen engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Kommunen, die durch ihr Stiftungs-Engagement ausgewählte Projekte fördern und tragen. Die Verwaltung arbeitet derzeit am Aufbau einer solchen Bürgerstiftung in Herford.
STADTFORUM - Herford gemeinsam gestalten: Miteinander ins Gespräch kommen
Mit dieser Veranstaltungsform können sich die engagierte Bürgerschaft, Verwaltung, Politik und Wirtschaft besser austauschen und Wege der Zusammenarbeit ausloten. Es bietet die Gelegenheit dafür, dass die relevanten bürgerschaftlichen Initiativen, Interessengruppen und städtischen Institutionen in Augenhöhe miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam nach Lösungen für die Probleme vor Ort suchen können.



