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Dienstleistungen

Gleichstellungsbeauftragte

Gleichstellungsstelle der Hansestadt Herford

30 Jahre Gleichstellungsstelle

Liebe Herforderinnen und Herforder, liebe Interessierte,
das Zitat aus China, das Sie oben lesen, passt sehr gut auf 30 Jahre kommunale Gleichstellungsarbeit, denn auch die tatsächliche Umsetzung des Gleichheitsgrundsatz aus Art.3.II Grundgesetz kommt nur langsam voran und und läuft oft Gefahr, wieder hinter bereits Erreichtes zurück zu fallen.

Seit 30 Jahren setzt sich die Gleichstellungsstelle der Stadt
-innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung Herford – für die Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen
und Männern ein.

Gesetzliche Grundlage für diese Arbeit sind das Grundgesetz Artikel 3 II, die Gemeindeordnung NW und seit 1999 das Landesgleichstellungsgesetz.

Zu meiner Arbeit gehört, dafür sensibel zu machen, wie sich städtische Entscheidungen auf Frauen und Männer auswirken, um zu gerechten Lösungen für beide Geschlechter zu kommen.

In Fragen der Benachteiligung von Frauen und Männern bin ich als Gleichstellungsbeauftragte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie Bürgerinnen und Bürger, eine erste Ansprechpartnerin, die passgenaue Hilfe geben oder vermitteln kann.

Dieses umfassende Aufgabenfeld lässt auch nach 30 Jahren keine Langeweile aufkommen und hat sich – trotz aller Arbeit- noch nicht selbst überflüssig machen können.
Dennoch wurde schon vieles erreicht. Die Frauenförderpläne der Stadt zeigen zum Beispiel, das sich der Anteil von Frauen in den Führungsfunktionen von 17% im Jahre 2000 auf 30% im Jahre 2013 erhöht hat.

Diese Internetseite soll dazu dienen, an diesen und andere Erfolge zu erinnern und daraus Kraft für die ungelösten Aufgaben der Zukunft zu schöpfen. Beispielhaft für diese „Dauerbaustellen“ sei hier die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern, die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungsfunktionen und der Politik, sowie die alltägliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen genannt.

Gleichstellung heute und in der Zukunft

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Die Gleichstellungsbeauftragte

Die städtische Gleichstellungsbeauftragte setzt sich inner- und außerhalb der Kommunalverwaltung für die Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen und Männern ein. Um gerechte Lösungen für beide Geschlechter sicher zu stellen, überprüft die Gleichstellungsbeauftragte kommunale Entscheidungen darauf hin, wie sie sich auf Frauen und Männer auswirken.

Ich arbeite zudem als Interessenvertretung für Frauen, um gleichberechtigte Mitwirkung in allen Bereichen zu ermöglichen. Auch die Vernetzung und Unterstützung der örtlichen Einrichtungen für Frauen gehört zu meiner Tätigkeit. In Gleichstellungsfragen und anderen frauenspezifischen Belangen bin ich für alle eine erste Ansprechpartnerin, die Hilfe geben oder vermitteln kann.

Gesetzliche Grundlagen für meine Arbeit sind das Grundgesetz Artikel 3, Absatz 2, die Gemeindeordnung Nordrhein Westfalen und das Landesgleichstellungsgesetz.

mehr Informationen zum Thema

Film: "Frauen macht Politik"

Links zum Thema Gleichstellung
 

Geschichte1lz

  • Ab 1982 - Beginn der Einrichtung kommunaler Gleichstellungsstellen (abhängig vom Bundesland)
  • 1983/84- in NRW wird Gleichstellungsarbeit in der Gemeindeordnung als kommunale Aufgabe definiert (jetzt §5 GO NRW). Daraufhin werden besonders in den größeren Städten und bei entsprechender politischer Konstellation Gleichstellungsstellen eingerichtet. Hier in der Region als erstes in Bielefeld.
  • 1985 - mit Ratsbeschluss von 15.02.1985 wird auch in Herford die Einrichtung einer Gleichstellungsstelle mit 2 Vollzeitstellen beschlossen. Eine erste Dienstanweisung, die die genauen Aufgaben und die Stellung der Gleichstellungsstelle im Verwaltungsaufbau festlegte, trat am 15.10.1985 in Kraft. Damals war die Gleichstellungsarbeit ein angesagtes politisches Thema. Es gab einen Gleichstellungsausschuss und auch die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten/ Leiterin der Gleichstellungsstelle wurde entsprechend „wertig“ mit einer Hochschulabsolventin, der Dipl.- Soziologin Frau Helga Gießelmann, besetzt. Die Gleichstellungsstelle war Stabsstelle und direkt dem Stadtdirektor* unterstellt.
  • 1990 - Frau Gießelmann war von 1985 – 1990 Gleichstellungsbeauftragte und gab das Amt auf, als sie für die SPD 1990 in den Landtag gewählt wurde. Danach wurde ihre damalige Stellvertreterin, Frau Dipl. Sozialpädagogin Brigitte Sundermann Leiterin der Gleichstellungsstelle.
  • 1999 - wurde der Gleichstellungsausschuss abgeschafft; die Themen sollten im Haupt- und Finanzausschuss mitbehandelt werden. Engagierte Frauen wollten das nicht hinnehmen und haben zur Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten die „FrauenStadtgruppe“ gegründet.
  • 2000 - zum Stellenplan 2000 wurden die 2 Stellen der Gleichstellungsstelle auf eine Vollzeitstelle reduziert.
  • 2003 - Mit Stellenplan 2003/2004 wurde die verbliebene Vollzeitstelle auf 25 Wochenstunden reduziert.
  • 2004 - Am 01.04.04 wurde Dipl. Verwaltungswirtin Karola Althoff-Schröder Nachfolgerin von Brigitte Sundermann als Gleichstellungsbeauftragte mit einem Stundenumfang von seinerzeit 20,5 Wochenstunden (halbe Beamtinnenstelle).
  • 2005- Seit dem Stellenplan 2005 wird die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten wieder mit einer Vollzeitstelle geführt, die die Stelleninhaberin, aber nicht in Vollzeit besetzt.
  • 2011- Wochenstundenzahl auf 22 Stunden erhöht.
  • 2015- Seit dem 19.10.15 wird die Gleichstellungsbeauftragte mit 16 Stunden in Sekretariatsarbeiten unterstützt.
  • Seit 01.11.2015 Erhöhung auf 25 Wochenstunden.

Fundstücke aus 30 Jahren

Fundstücke aus 30 Jahren Gleichsstellungsstelle von 1991 bis 2015

Wer nicht den Mut hat, sich gelegentlich auch unbeliebt zu machen, sollte gar nicht erst versuchen, frauenpolitisch tätig zu werden. (Dr. Rose Götte, Staatsministerin a.D.)

Beliebt oder unbeliebt?

Auf alle Fälle ist die Gleichstellungsstelle der Hansestadt Herford in den vergangenen 30 Jahren vielfältig frauenpolitisch tätig gewesen.

Die „Fundstücke“, die Sie hier finden können, zeigen, was alles so gemacht wurde.

Fundstücke von 1985 bis 1990
 
Fundstücke von 1991 bis 2004

Fundstücke von 2004 bis 2015