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Dienstleistungen

Einbürgerung

Was ist eine Einbürgerung?
Wer dauerhaft in Deutschland lebt, aber nicht deutscher Staatsangehöriger ist, kann sich einbürgern lassen.

Durch die Einbürgerung erhält man alle Rechte und Pflichten als deutscher Staatsbürger. Uneingeschränktes aktives und passives Wahlrecht, freie Berufswahl, Freizügigkeit in Europa und visafreies Reisen in viele Länder außerhalb Europas sind einige der Vorteile.

Wie erlange ich eine Einbürgerung?
Die Einbürgerung geschieht nur auf Antrag, nicht automatisch. Voraussetzungen für eine Einbürgerung sind:

  • 8-jähriger rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland
  • Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Werteordnung des Grundgesetzes (Einbürgerungstest)
  • Aufenthaltserlaubnis, die zu einer Einbürgerung berechtigt
  • Sicherstellung des Lebensunterhaltes ohne öffentliche Leistungen
  • Keine strafrechtlichen Verurteilungen
  • Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
  • Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland
  • Aufgabe oder Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit

Können Ehegatten und Kinder mit eingebürgert werden?
Ehegatten und Kinder (unter 16 Jahren) können unter den genannten Voraussetzungen mit eingebürgert werden. Für die Ehegatten ist ein 4-jähriger rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland und ein 2-jähriger Bestand der Ehe ausreichend, bei Kindern kann auch eine kürzere Aufenthaltszeit ausreichen.

Welche Voraussetzungen gibt es für die Einbürgerung von Ehegatten Deutscher?
Für die Einbürgerung von Ehegatten deutscher Staatsangehöriger gelten folgende Voraussetzungen:

  • 3-jähriger rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland
  • 2-jähriger Bestand der Ehe mit einer/einem Deutschen
  • Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Werteordnung des Grundgesetzes
  • Sicherung des Lebensunterhaltes durch eigenes Einkommen oder Vermögen der Eheleute
  • Sicherung der Altersvorsorge (Nachweis von Beitragszahlungen in die Deutsche Rentenversicherung)
  • Keine strafrechtlichen Verurteilungen
  • Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
  • Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland
  • Aufgabe oder Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit

Ausnahmeregelungen:
Es können Ausnahmeregelungen unter anderem in Bezug auf die Lebensunterhaltssicherung, die Entlassung aus der bisherigen Staatsangehörigkeit oder bei geringfügiger Straffälligkeit zum Tragen kommen.

Für die Beantragung einer Einbürgerung kann ein Beratungsgespräch im Ausländeramt in Anspruch genommen werden.

Weitere Informationen

Jede Einbürgerungsbewerberin / jeder Einbürgerungsbewerber muss

  • Grundkenntnisse der staatlichen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland besitzen,
  • die Gewähr für ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland bieten,
  • in die deutschen Lebensverhältnisse voll integriert sein,
  • die deutsche Sprache in Wort und Schrift angemessen beherrschen,
  • einen unbescholtenen Lebenswandel nachweisen (Straftaten oder schwerwiegende Ordnungswidrigkeiten, Alkohol- oder Rauschmittelsucht schließen eine Einbürgerung aus),
  • einen aus eigenen Kräften aufgebrachten Lebensunterhalt, auch für Familienangehörige, nachweisen,
  • im Besitz einer gültigen Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsberechtigung sein,
  • die Altersversorgung muss durch öffentliche oder private Ansprüche gesichert sein (zum Beispiel Rentenansprüche, Lebensversicherung).

Gebühren

Die Einbürgerung kostet 255 Euro pro Person. Für minderjährige Kinder, die mit ihren Eltern zusammen eingebürgert werden, sind 51 Euro zu bezahlen. Minderjährige, die ohne ihre Eltern eingebürgert werden, müssen ebenfalls 255 Euro bezahlen.

Rechtsgrundlagen

Staatsangehörigkeitsgesetz