Seite übersetzen
 

Dienstleistungen

Ausländer- und Integrationsbüro

Beschreibung

Das Ausländer- und Integrationsbüro/ Die Ausländerbehörde ist Ihr Ansprechpartner in Fragen des Aufenthaltes aller hier lebenden Ausländerinnen und Ausländer. Das Ausländerrecht ist ein sehr komplexes Thema, so dass wir uns an dieser Stelle auf eine Übersicht der wichtigsten Dienstleistungen beschränken:

  • Erteilung und Verlängerung von Aufenthaltstiteln,
  • Entscheidung über die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit,
  • Integrationskursangelegenheiten
  • Bearbeitung von Einbürgerungsanträgen
  • Visumsangelegenheiten und Verpflichtungserklärungen (Einladungen),
  • Asylangelegenheiten und
  • Beratung und Organisation von Heimreisen Ausreisepflichtiger.

Nützliche Hinweise erhalten Sie auch unter www.integration-in-deutschland.de.

Darüber hinaus haben wir für Sie unter den folgenden Stichworten weitergehende Informationen zu verschiedenen Aspekten des Ausländerechts und Informationen rund um Ihren Besuch in der Ausländerbehörde zusammengestellt:

Aufenthaltserlaubnis

Was ist eine Aufenthaltserlaubnis?

Die Aufenthaltserlaubnis ist ein zeitlich befristeter Aufenthaltstitel. Bei der Erteilung dieses Titels wird der Zweck des Aufenthalts berücksichtigt. Folgende Zwecke werden anerkannt: 

  • Aufenthalt zum Zweck der Ausbildung,
  • Aufenthalt zum Zweck der Erwerbstätigkeit,
  • Aufenthalt aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen oder
  • Aufenthalt aus familiären Gründen.

Meistens wird ein Aufenthalt aus familiären Gründen angestrebt. Hierzu zählen

  • Eheschließung oder Ehegattennachzug
    Hierbei geht es um eine Eheschließung in Deutschland oder eine Familienzusammenführung nach einer im Ausland geschlossenen Ehe. Der ausländische Staatsangehörige benötigt für die Einreise in der Regel ein Visum. Die Ausländerbehörde erteilt nach der Einreise auf Antrag eine Aufenthaltserlaubnis. Diese Regelungen gelten entsprechend für die Einreise und den Aufenthalt eingetragener Lebenspartner.
  • Kindernachzug
    Ausländische Staatsangehörige, die sich mit einem gültigen Aufenthaltstitel in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten, können Kinder nachziehen lassen. Hierfür muss vor der Einreise in der Regel bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung ein entsprechendes Visum eingeholt werden. Zu Asylbewerbern, deren Flüchtlingsstatus noch nicht anerkannt wurde, ist ein Familiennachzug nicht möglich. Ein weiterer Ausschluss kann sich im Einzelfall aus anderen gesetzlichen Bestimmungen ergeben.  Zu den weiteren Voraussetzungen gehört unter anderem
    • Das Kind muss minderjährig und ledig sein,
    • mindestens ein Elternteil muss im Besitz eines gültigen Aufenthaltstitels sein,
    • ausreichender Wohnraum muss vorhanden sein und
    • der Lebensunterhalt muss ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel gesichert sein.

Aufenthalt zum Zwecke der Erwerbstätigkeit
Ausländern kann die Erwerbstätigkeit kraft Gesetzes oder ausdrücklich durch ihren Aufenthaltstitel erlaubt sein. Aus dem Ausland einreisende Arbeitnehmer müssen zuvor das reguläre Visumsverfahren durchlaufen. Dabei benötigen sie eine konkrete Arbeitsplatzzusage, damit die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung ihre Zustimmung zum Aufenthaltszweck erteilen kann.

Blaue Karte EU
Die Blaue Karte EU ist ein Aufenthaltstitel für Akademiker aus Nicht-EU-Staaten zur Ausübung einer hochqualifizierten Beschäftigung. Neben einem Hochschulstudium ist ein Arbeitsvertrag mit einem bestimmten Mindestgehalt erforderlich.

 

Aufenthaltsgestattung

Was ist eine Aufenthaltsgestattung?

Eine Aufenthaltsgestattung ist eine Bescheinigung, die für die Dauer des Asylverfahrens ausgestellt wird. Sie ist zwar einem Aufenthaltstitel rechtlich gesehen nicht gleichwertig, bestätigt aber einen rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland während des Asylverfahrens. Die rechtliche Grundlage findet sich unter anderem in Artikel 16a Grundgesetz und in den Bestimmungen des Asylverfahrensgesetzes.

Wenn ein Asylfolgeantrag gestellt wird:
Die Aufenthaltsgestattung wird erst ausgestellt, wenn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) entschieden hat, dass ein weiteres Verfahren durchgeführt wird.

 

Aussetzen der Abschiebung (Duldung)

Was ist eine Duldung?

Der Aufenthalt eines vollziehbar ausreispflichtigen Ausländers kann zwangsweise beendet werden (Abschiebung).

Unter folgenden Gegebenheiten kann die Abschiebung aber vorübergehend ausgesetzt beziehungsweise aufgeschoben werden:

  • auf Anordnung der obersten Landesbehörde oder
  • bei Vorliegen rechtlicher oder tatsächlicher Abschiebungshindernisse

Eine entsprechende (Duldungs-)Bescheinigung wird ausgestellt. Die Duldung ist aber kein zum Aufenthalt berechtigender Aufenthaltstitel. Eine gesetzliche Ausreisepflicht bleibt bestehen.

Niederlassungserlaubnis

Was ist eine Niederlassungserlaubnis?

Die Niederlassungserlaubnis ist ein unbefristeter Aufenthaltstitel. Sie berechtigt zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung wie selbstständige Tätigkeit). Sie ist zeitlich und räumlich unbeschränkt.

Wie erlange ich eine Niederlassungserlaubnis?

Damit eine Niederlassungserlaubnis erteilt werden kann, ist es notwendig, dass die betreffende Person seit fünf Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzt und und folgende Voraussetzungen erfüllt:

  • gesicherter Lebensunterhalt
    Zu erbringende Nachweise
    • bei Arbeitnehmern:
      • Einkommensnachweise (Gehalts- beziehungsweise Verdienstbescheinigungen der letzten drei Monate)
      • aktuelle Arbeitgeberbestätigung (Art und Dauer des Beschäftigungsverhältnisses)
    • bei Selbstständigen/Freiberuflern:
      • Gewinn nach Steuern (letzter Einkommenssteuerbescheid sowie aktuelle Reingewinnbestätigung Ihres Steuerberaters)
      • Krankenversicherungsnachweis
      • Gewerbeanmeldung, falls gewerberechtlich erforderlich
  • bestehende Altersversorgung
    Vorlage des Rentenversicherungsverlaufs (mindestens 60 Monate Pflicht- oder freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung) oder Nachweis eines Anspruchs auf vergleichbare Leistungen einer Versicherungs- oder Versorgungseinrichtung oder eines Versicherungsunternehmens.
    Wichtige Ausnahmen:
    • Eine ausreichende Altersversorgung ist nicht nachzuweisen, sofern Sie bereits vor dem 01.01.2005 im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsbefugnis waren.
    • Bei Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnerschaften, die in ehelicher beziehungsweise partnerschaftlicher Lebensgemeinschaft zusammenleben, genügt es, wenn die Altersversorgung durch einen Ehegatten oder Lebenspartner ausreichend gesichert ist.
    • Von der Voraussetzung einer ausreichenden Altersversorgung wird abgesehen, wenn Sie sich in einer Ausbildung befinden, die zu einem anerkannten schulischen oder beruflichen Bildungsabschluss führt.
  • ausreichender Wohnraum
    • Vorlage des Miet- oder Kaufvertrags bei Wohneigentum mit Angabe der Quadratmeterzahl
    • Nachweis der aktuellen Höhe der monatlichen Kosten für die Wohnung durch
      • Höhe der monatlichen Warmmiete bei Mietwohnungen (aktuelle Bestätigung des Vermieters oder aktueller Kontoauszug)
      • Höhe der monatlichen Belastungen bei Wohneigentum (Zinsen und Tilgung aus Kreditverträgen sowie ggf. Höhe des Hausgeldes/Wohngeldes
  • ausreichende Sprachkenntnisse (Integrationskurs)
    Sie müssen grundsätzlich über ausreichende Kenntnisse in deutscher Sprache sowie über Grundkenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse im Bundesgebiet verfügen. Dieses wird in der Regel durch die erfolgreiche Teilnahme an einem Integrationskurs nachgewiesen.
    Wichtige Ausnahme: Sofern Sie bereits vor dem 01.01.2005 im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsbefugnis waren, ist grundsätzlich nur erforderlich, dass Sie sich auf einfache Art in deutscher Sprache mündlich verständigen können.

Weitere nützliche Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG

Was ist eine Daueraufenthaltserlaubnis?
Eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG können sogenannte Drittstaatsangehörige (keine Unionsbürger!) erhalten, die sich dauerhaft rechtmäßig in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union aufhalten. Diesem Personenkreis soll nach der sogenannten Daueraufenthalts-Richtlinie der Europäischen Union ein europaweit einheitlicher Zugang zu einer starken Rechtsposition vermittelt werden.

 

Ausgenommen sind damit Ausländer, die sich nur vorübergehend hier aufhalten, zum Beispiel Studenten, Au-pairs oder Saisonarbeitnehmer. Grundsätzlich ausgeschlossen sind auch anerkannte Flüchtlinge.

 

Wie erlange ich eine Daueraufenthaltserlaubnis?
Um die Rechtsstellung als langfristig aufenthaltsberechtigter Drittstaatsangehöriger zu erwerben, müssen Sie unter anderem folgende Nachweise erbringen:

  • fünfjähriger rechtmäßiger Aufenthalt im Bundesgebiet
  • gesicherter Lebensunterhalt
    für sich und die gesamte im Bundesgebiet lebende Familie durch feste und regelmäßige Einkünfte.
    Zu erbringende Nachweise
    • bei Arbeitnehmern:
      • Einkommensnachweise (Gehalts- beziehungsweise Verdienstbescheinigungen der letzten drei Monate)
      • aktuelle Arbeitgeberbestätigung (Art und Dauer des Beschäftigungsverhältnisses
    • bei Selbstständigen/Freiberuflern:
      • Gewinn nach Steuern (letzter Einkommenssteuerbescheid sowie aktuelle Reingewinnbestätigung Ihres Steuerberaters)
      • Krankenversicherungsnachweis
      • Gewerbeanmeldung, falls gewerberechtlich erforderlich
      • Auskunft in Steuersachen Ihres Wohnsitzfinanzamtes
  • bestehende Altersversorgung
    Vorlage des Rentenversicherungsverlaufs (mindestens 60 Monate Pflicht- oder freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung) oder Nachweis eines Anspruchs auf vergleichbare Leistungen einer Versicherungs- oder Versorgungseinrichtung oder eines Versicherungsunternehmens.
    Wichtige Ausnahmen: 
    • Bei Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnerschaften, die in ehelicher beziehungsweise partnerschaftlicher Lebensgemeinschaft zusammenleben, genügt es, wenn die Altersversorgung durch einen Ehegatten oder Lebenspartner ausreichend gesichert ist.
    • Von der Voraussetzung einer ausreichenden Altersversorgung wird abgesehen, wenn Sie sich in einer Ausbildung befinden, die zu einem anerkannten schulischen oder beruflichen Bildungsabschluss führt.
  • ausreichende Sprachkenntnisse (Integrationskurs)
    Sie müssen grundsätzlich über ausreichende Kenntnisse in deutscher Sprache sowie über Grundkenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse im Bundesgebiet verfügen. Dieses wird in der Regel durch die erfolgreiche Teilnahme an einem Integrationskurs nachgewiesen.
  • ausreichender Wohnraum
    • Vorlage des Miet- oder Kaufvertrags bei Wohneigentum mit Angabe der Quadratmeterzahl
    • Nachweis der aktuellen Höhe der monatlichen Kosten für die Wohnung durch
      • Höhe der monatlichen Warmmiete bei Mietwohnungen (aktuelle Bestätigung des Vermieters oder aktueller Kontoauszug)
      • Höhe der monatlichen Belastungen bei Wohneigentum (Zinsen + Tilgung aus Kreditverträgen sowie ggf. Höhe des Hausgeldes/Wohngeldes)

 

Bitte beachten Sie:
Daueraufenthaltsberechtigte Ausländer, die diese Rechtstellung bereits in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union erworben haben, haben bei einem geplanten über drei Monate hinausgehenden Aufenthalt im Bundesgebiet einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis unter den Voraussetzungen des § 38a Aufenthaltsgesetz, sofern deren Lebensunterhalt sichergestellt ist.

Visum/Verpflichtungserklärungen (Einladung)

Beim Visum wird zwischen dem Schengen-Visum für kurzfristige Aufenthalte bis zu drei Monaten (Besuchs- /Geschäftsvisum) und dem nationalen Visum zur Einreise für längerfristige beziehungsweise Daueraufenthalte unterschieden. Die maßgeblichen Angaben zum beabsichtigten Aufenthaltszweck sind im Visumsantrag anzugeben.

Was muss ich tun, um eine Ausländerin/einen Ausländer einzuladen, der für die Einreise eines Visums bedarf?
Das Visum wird von der zuständigen Auslandsvertretung der Bundesrepublik Deutschland (Botschaft oder Generalkonsulat) im Heimatland erteilt. Die Auslandsvertretungen verlangen für die Erteilung eines Besuchervisums regelmäßig die Vorlage einer formellen Verpflichtungserklärung. Die Verpflichtungserklärung geben Sie gegenüber der für Ihren Wohnsitz zuständigen Ausländerbehörde ab. Dafür wird eine Gebühr in Höhe von 25,- € erhoben.

Mit der Erklärung verpflichten Sie sich, die Kosten für den Lebensunterhalt der Besucherin/des Besuchers zu tragen. Das bedeutet, dass Sie sämtliche öffentlichen Mittel erstatten müssen, die für den Lebensunterhalt des Gastes - einschließlich Kosten der Versorgung mit Wohnraum und der Versorgung im Krankheitsfall und bei Pflegebedürftigkeit sowie für eventuell anfallende Ausreisekosten - aufgewendet werden. Um überprüfen zu können, ob Sie die vorstehende Verpflichtung auch eingehen können, bringen Sie bitte Ihre drei letzten Verdienstbescheinigungen mit.

Die Unterschrift des sich verpflichtenden Gastgebers muss amtlich beglaubigt werden. Deshalb ist eine persönliche Vorsprache mit einem Ausweisdokument (zum Beispiel: Pass oder Personalausweis) erforderlich.

Das Original der Verpflichtungserklärung wird Ihnen ausgehändigt.

Der ausländische Gast muss bei der Auslandsvertretung eine Reisekrankenversicherung nachweisen. Diese kann im Ausland oder von Ihnen als Einlader/in im Bundesgebiet abgeschlossen werden.

Das Schengen-Visum für Besucher wird für maximal 90 Tage erteilt. Der Gast muss das Visum bei der deutschen Auslandsvertretung vor der Einreise für den Zeitraum beantragen, den er tatsächlich in Deutschland verbringen möchte. Bitte weisen Sie Ihren Gast darauf hin, dass eine Verlängerung des Visums in Deutschland grundsätzlich nicht möglich ist.

Nach der Einreise mit einem nationalen Visum, das in der Regel für einen längerfristigen beziehungsweise für einen Daueraufenthalt erteilt wurde, müssen Sie Folgendes veranlassen:

  • Anmeldung des Wohnsitzes beim zuständigen Einwohnermeldeamt/Bürgerbüro unter Vorlage Ihres Passes
  • Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis während der Visumsgeltungsdauer bei der Ausländerbehörde. Die notwendigen Antragsvordrucke erhalten Sie auch im Einwohnermeldeamt/Bürgerbüro Ihrer Wohnsitzgemeinde.

 

Weitere nützliche Länder- und Reiseinformationen finden Sie auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes.

 

Vordruck für die Verpflichtungserklärung in der Hansestadt Herford

 

Wichtige Informationen zu Reiseausweisen

Reiseausweise für Flüchtlinge, Staatenlose oder Ausländer werden seit dem 01.11.2007 ausschließlich zentral durch die Bundesdruckerei in Berlin ausgestellt. Bitte sprechen Sie mindestens sechs Wochen vor Ablauf der Geltungsdauer Ihres Reiseausweises persönlich zur Beantragung bei der Ausländerbehörde vor.

Bitte beachten Sie:

  • Reiseausweise, die vor dem 01.11.2007 ausgestellt wurden, gelten bis zur individuellen Gültigkeit weiterhin.
  • Wenn Sie im Besitz eines gültigen Reiseausweises für Flüchtlinge, Staatenlose oder Ausländer sind, müssen Sie nur dann rechtzeitig zur Ausländerbehörde kommen, wenn die Gültigkeit Ihres Aufenthaltstitels abläuft.

Bringen Sie ein Lichtbild (schwarzweiß oder farbig) aus neuerer Zeit in der Größe von 45 x 35 mm im Hochformat mit.

Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise zur Biometrietauglichkeit des Lichtbildes unter www.epass.de.

Elektronischer Aufenthaltstitel (eAT)
Der elektronische Aufenthaltstitel ist ein amtliches Dokument in Kreditkartenform, das mit zertifiziertem Chip ausgestattet ist. Er enthält die persönlichen Daten inklusive Foto und Fingerabdrücke und ersetzt die früheren Klebe-Etiketten im Pass. Inhaber des elektronischen Aufenthaltstitels haben die Möglichkeit, damit ihre Identität nachzuweisen und eine qualifizierte elektronische Signatur zu leisten.

Einbürgerung

Was ist eine Einbürgerung?
Wer dauerhaft in Deutschland lebt, aber nicht deutscher Staatsangehöriger ist, kann sich einbürgern lassen.

Durch die Einbürgerung erhält man alle Rechte und Pflichten als deutscher Staatsbürger. Uneingeschränktes aktives und passives Wahlrecht, freie Berufswahl, Freizügigkeit in Europa und visafreies Reisen in viele Länder außerhalb Europas sind einige der Vorteile.

Wie erlange ich eine Einbürgerung?
Die Einbürgerung geschieht nur auf Antrag, nicht automatisch. Voraussetzungen für eine Einbürgerung sind:

  • 8-jähriger rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland
  • Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Werteordnung des Grundgesetzes (Einbürgerungstest)
  • Aufenthaltserlaubnis, die zu einer Einbürgerung berechtigt
  • Sicherstellung des Lebensunterhaltes ohne öffentliche Leistungen
  • Keine strafrechtlichen Verurteilungen
  • Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
  • Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland
  • Aufgabe oder Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit

Können Ehegatten und Kinder mit eingebürgert werden?
Ehegatten und Kinder (unter 16 Jahren) können unter den genannten Voraussetzungen mit eingebürgert werden. Für die Ehegatten ist ein 4-jähriger rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland und ein 2-jähriger Bestand der Ehe ausreichend, bei Kindern kann auch eine kürzere Aufenthaltszeit ausreichen.

Welche Voraussetzungen gibt es für die Einbürgerung von Ehegatten Deutscher?
Für die Einbürgerung von Ehegatten deutscher Staatsangehöriger gelten folgende Voraussetzungen:

  • 3-jähriger rechtmäßiger Aufenthalt in Deutschland
  • 2-jähriger Bestand der Ehe mit einer/einem Deutschen
  • Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Werteordnung des Grundgesetzes
  • Sicherung des Lebensunterhaltes durch eigenes Einkommen oder Vermögen der Eheleute
  • Sicherung der Altersvorsorge (Nachweis von Beitragszahlungen in die Deutsche Rentenversicherung)
  • Keine strafrechtlichen Verurteilungen
  • Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
  • Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland
  • Aufgabe oder Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit

Ausnahmeregelungen:
Es können Ausnahmeregelungen unter anderem in Bezug auf die Lebensunterhaltssicherung, die Entlassung aus der bisherigen Staatsangehörigkeit oder bei geringfügiger Straffälligkeit zum Tragen kommen.

Für die Beantragung einer Einbürgerung kann ein Beratungsgespräch im Ausländeramt in Anspruch genommen werden.

Gebühren

Die Verwaltungsgebühr für die Erteilung eines Aufenthaltstitels beträgt je nach Zweck (Ersterteilung oder Verlängerung) und Geltungsdauer zwischen 80,00 und 110,00 €.

Die Gebühr für die Erteilung einer Niederlassungserlaubnis beträgt in der Regel 135,00 €.

Die  Bescheinigung eines Daueraufenthalts sowie Ausstellung einer Daueraufenthaltskarte sowie einer Aufenthaltskarte für Familienangehörige von Unionsbürgern kostet hingegen jeweils 8,00 €.

Die Einbürgerung kostet 255 Euro pro Person. Für minderjährige Kinder, die mit ihren Eltern zusammen eingebürgert werden, sind 51 Euro zu bezahlen. Minderjährige, die ohne ihre Eltern eingebürgert werden, müssen ebenfalls 255 Euro bezahlen.

Rechtsgrundlagen

Aufenthaltsgesetz, Freizügigkeitsgesetz (EU), Asylverfahrensgesetz, Schengener Durchführungsabkommen und weitere internationale Verträge und Abkommen, Staatsangehörigkeitsgesetz.

Ausländer- und Integrationsbüro

Ausländer- und Integrationsbüro

Im Rahmen des Integrationskonzeptes der Stadt Herford hat sich die Ausländerbehörde neu ausgerichtet.
Eine intensivere Beratungs- und Lotsenfunktion den Kunden gegenüber, verbunden mit dem Abbau von Schwellenängsten, ist das Ziel.
Die Ausländerbehörde der Stadt Herford wird zum "Ausländer- und Integrationsbüro", hat Qualitätsgarantien für ihre Kunden erarbeitet, kooperiert
eng mit den Migrationsfachdiensten und hat sich räumlich verbessert.

Die Aufgaben des Ausländer- und Integrationsbüros

Qualitätsgarantien für das Ausländer- und Integrationsbüro der Stadt Herford

Allgemeine Garantien:
  • Individuelle Beratung hat bei unserer Aufgabenerfüllung Priorität! Die ausländerrechtlichen Bestimmungen werden den Kunden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verständlich erläutert.
  • Bei Verständigungsproblemen sind wir unseren Kunden bei der Suche nach einem Dolmetscher behilflich.
  • Pünktlichkeit ist uns wichtig!
  • Wenn es erforderlich ist, einen Termin außerhalb der Öffnungs-zeiten zu vereinbaren, müssen unsere Kunden in der Regel nicht warten. Die meisten Anliegen werden umgehend und ohne lange Warte-zeit während der normalen Öffnungszeiten erledigt.
Auf Wunsch sind wir bei Beratungsgesprächen örtlich flexibel (zum Beispiel Hausbesuch bei Krankheit).

Bearbeitungsgarantien

  • Wir beraten umfassend über Möglichkeit und Zeitpunkt, eine Auf-enthalts- oder Niederlassungserlaubnis (= unbefristeter Aufent-haltstitel) zu erhalten.Die abschließende Bearbeitung des Antrages erfolgt nach Vorlage aller Unterlagen innerhalb von 6 Wochen.
  • Wir erinnern zeitnah an den Ablauf des Aufenthaltstitels, sofern unsere Kunden nicht selbst daran gedacht haben.
  • Die abschließende Bearbeitung des Antrages auf Verlängerung einer Aufenthaltserlaubnis erfolgt in der Regel am Tag der Antragstellung, sofern alle erforderlichen Unterlagen vorliegen.
  • Die Übertragung des Aufenthaltstitels in ein neues Ausweisdoku-ment erfolgt bei Vorlage eines geeigneten Passbildes direkt bei Vorsprache.
  • Wir erinnern an die Vorlage eines verlängerten oder neuen Nationalpasses oder Identitätsausweises.
  • Verpflichtungserklärungen zur Einladung eines Gastes aus dem Ausland werden bei Vorlage aller Unterlagen sofort ausgefertigt.

Garantien zu Integration und Einbürgerung:

  • Integration und Einbürgerungen haben für uns eine besonders hohe Priorität, deshalb beraten wir die Kunden individuell und umfassend!
  • Wir arbeiten eng mit dem Integrationsrat und dem Integrations-beauftragten der Stadt Herford zusammen.
  • Wir garantieren bei Einbürgerungsanträgen kurze Bearbeitungszeiten.
  • Die Einbürgerung erfolgt, ihrem Stellenwert angemessen, in einem feierlichen Rahmen.

Ausländer- und Integrationsbüro, Rathausplatz 1

Montag, Mittwoch und Donnerstag:
Donnerstag zusätzlich:
Asylbereich nur
Dienstag und Freitag
08.00 bis 12.00 Uhr
14.00 bis 18.00 Uhr
14.00 bis 16.00 Uhr
geschlossen

Verfügbare Formulare

Icon Formular Verpflichtungserklärung-Info zum Ausfüllen  | Microsoft-DOC, 92 KB