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Dienstleistungen

Abgeschlossenheitsbescheinigung

Beschreibung

Allgemein:

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung wird nach den Bestimmungen des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) erteilt.

Danach kann an Wohnungen aber auch an Räumen, die nicht zu Wohnzwecken dienen, insbesondere an Läden, sonstigen Gewerberäumen, Praxisräumen und dergleichen, unter den Voraussetzungen des WEG Eigentum begründet werden.

Des Weiteren besteht hiernach die Möglichkeit, ein Dauerwohnrecht an einer Wohnung zu bestellen, wodurch gesichert werden soll, dass dem jeweiligen Inhaber der Wohnung ein langdauerndes oder zeitlich unbegrenztes Recht auf eine bestimmte Wohnung oder Räume eingeräumt wird.

Sowohl die Gründung von Wohnungseigentum als auch die Bestellung des Dauerwohnrechts an einer Wohnung erfordern, dass die betreffenden Wohnungen beziehungsweise die nicht zu Wohnzwecken dienenden Räume in sich abgeschlossen sein müssen.

Sofern die an bestimmte Voraussetzungen geknüpfte Abgeschlossenheit vorliegt, kann auf Antrag des Grundstückseigentümers oder Erbbauberechtigten durch die Bauaufsichtsbehörde eine Abgeschlossenheitsbescheinigung erteilt werden.

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung ist zwingend erforderlich für die eigentumsrechtliche Eintragung der oben beschriebenen Rechte in hierfür vorgesehene Grundbuchblätter, die bei den Grundbuchämtern der jeweiligen Amtsgerichte geführt werden.

 

Notwendige Unterlagen:

  • Antrag
  • Aktueller Lageplan
    Wenn kein aktueller Lageplan vorhanden ist, kann beim Katasteramt eine Ausfertigung bestellt werden
  • Alle Grundrisszeichnungen der Gebäude auf dem Grundstück
  • Alle Ansichtszeichnungen der Gebäude auf dem Grundstück
  • Schnittzeichnung der Gebäude auf dem Grundstück

 

Erforderliche Eintragungen:
Jeder Raum, Nebenraum und Flur muss entsprechend der Zugehörigkeit zu einem Eigentumsanteil gekennzeichnet werden (Beispiel: Wohnung 1 erhält die Kennung 1, gemeinschaftlich genutzte Räume erhalten die Kennung G).

Die Ansichten sollen entsprechend der Zugehörigkeit zum Eigentumsanteil gekennzeichnet werden.

Im Schnitt müssen die Räume entsprechend der Zugehörigkeit zum Eigentumsanteil gekennzeichnet werden (auch der Dachboden/Spitzboden muss zugeordnet werden, die Erreichbarkeit - Einschubtreppe - muss dargestellt werden).

Bitte beachten Sie, dass in der Regel der Heizungsraum und der Zugang zum Heizungsraum im gemeinschaftlichen Eigentum stehen müssen.

Zur Vermeidung von Rückfragen wegen nicht vollständiger Unterlagen nutzen Sie bitte unser Angebot eines kostenlosen Beratungsgespräches.

Fehler und Falscheintragungen lassen sich so vermeiden.

Gebühren

Die Bearbeitung eines Abgeschlossenheits-Antrages ist gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühr wird auf Grundlage der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung für das Land Nordrhein-Westfalen berechnet und festgesetzt. Sie ist abhängig von der Anzahl der Eigentumsanteile, die gebildet werden sollen. Die Grundgebühr beträgt 50,00 Euro, je Eigentumsanteil werden 100,00 Euro im Bestand und 50,00 Euro bei geplanten Gebäuden berechnet. Werden mehr als ein Original benötigt, wird für jede weitere Ausfertigung eine Gebühr in Höhe von 60,00 Euro berechnet.