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Dienstleistungen

Bau und Betrieb von Kleinkläranlagen

Beschreibung

Sie wollen zur Behandlung des häuslichen Abwassers eine Kleinkläranlage betreiben.

Weitere Informationen

Nicht alle Grundstücke können an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden. Ist dies technisch nicht möglich oder mit zu hohen Kosten verbunden, müssen die Grundstückseigentümer das anfallende Abwasser selber beseitigen. Dies erfordert in aller Regel den Betrieb einer Kleinkläranlage.

Für die Versickerung des gereinigten Abwassers oder dessen Einleitung in ein Gewässer ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich. Diese kann nur erteilt werden, wenn die Kleinkläranlage dem Stand der Technik entspricht und die gesetzlich vorgeschriebene Reinigungsleistung erbringt. Damit dies auf Dauer sichergestellt ist, müssen Kleinkläranlagen regelmäßig durch ein Fachunternehmen gewartet werden. Je nach Typ der Anlage ist dies im Regelfall zwei oder drei Mal jährlich erforderlich. Die wasserrechtliche Erlaubnis wird normalerweise für die Dauer von 15 Jahren erteilt.

Die Anforderungen an die Reinigungsleitung von Kleinkläranlagen wurden in den letzten Jahren erhöht. Ältere Anlagen, die diese Anforderungen nicht erfüllen, können häufig unter Nutzung der vorhandenen Teile kostengünstig nachgerüstet werden. Ist dies nicht möglich, muss die Anlage spätestens nach Ablauf der Erlaubnis vollständig saniert werden.

Eine Übersicht über die rechtlichen Rahmenbedingungen und die verschiedenen Kläranlagentypen gibt die zum Download bereitstehende Broschüre Hinweise zum Bau und Betrieb von Kleinkläranlagen.

Notwendige Unterlagen

  • Übersichtsplan im Maßstab 1:10.000 bis 1:25.000
    Sie können beispielsweise ein Kopie aus dem Stadtplan verwenden. Auf dem Plan ist das Grundstück durch einen Kreis zu markieren.
  • akutelle Katasterzeichnung im Maßstab 1:1.000
  • Lageplan im Maßstab 1:500
    Dieser soll enthalten:
    • Überblick über die örtliche Situation
    • genaue Lage der vorgesehenen Anlagen (Verlauf der Entwässerungsleitungen bis zum Einleitungspunkt). Dabei ist Schmutzwasser in rot und Niederschlagswasser in blau zu kennzeichnen.
    • Einzeichnung der auf dem eigenen Grundstück und den Nachbargrundstücken vorhandenen Gebäud, oderirdische Gewässer, Dunglagerstätten, Entwässerungsanlagen und Einleitungsstellen in ein Gewässer
    • Nordpfeil
    • Fließrichtung des Gewässers
    • eventuell Flusskilomete, die Grenzen zu bestehenden Überschwemmungs-, Wasserschutz- und Quellenschutzgebieten)
  • Grundrisszeichnung vorhandener und geplanter Gebäude mit Enzeichnung der Entwässerungsleitungen im Maßstab 1:100
  • Zeichnerische Darstellung der Abwasserbehandlungsanlage im Grundriss und Schnitt einschließlich Maßen (Maßstab 1:20 bis 1:50)
  • bei Einleitung in das Grundwasser:
    zeichnerische Darstellung der Versickerungsanlage
    im Maßstab 1:50
    Das System der Versickerungsanlage hat dem Arbeitsblatt A 138 für den Bau und die Bemessung von Anlagen zur dezentrlaen Versickerung von nicht schädlichen verunreinigtem Niederschlag der Gesellschaft zur Förderung der Abwassertechnik, Hennef, zu entsprechen.
  • bei Einleitung in ein oberirdisches Gewässer:
    zeichnerische Darstellung des Einleitungsbauwerkes,
    aus der die Funktion der Bauteile erkennbar ist, mit entsprechenden Grundrissen und Schnitten sowie Angabe der Wasserspiegellagen im Gewässser und der zu verwendenden Baustoffe.
  • hydraulische Berechnungen (nur erforderlich über 500 Quadratmeter befestigter Fläche),
    die die ausreichende Bemessung der Abflussleitungen einschließlich etwaiger zugehöriger Anlagen, der Versickerungsanlagen und der ausreichenden Vorflut im Gewässer enthalten.
  • Erläuterungsbericht,
    der alle aus den Zeichnungen nicht ersichtlichen, aber zur Beurteilung des Antrags wichtigen Umstände enthält wie beispielsweise Angaben zur Beschaffenheit und Versickerungsfähigkeit des anstehenden Bodens.

Gebühren

Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis: 200,00 €
Überprüfung durch den Kreis Herford: 25,00 €

Rechtsgrundlagen

§§ 8, 9, 10, 18 und 57 Wasserhaushaltsgesetz
§§ 24, 25, 51, 52, 53 und 58 Landeswassergesetz