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Dienstleistungen

Grundwassernutzung

Beschreibung

Sie wollen Grundwasser für häusliche, landwirtschaftliche oder gewerbliche Zwecke nutzen.

Weitere Informationen

Das Grundwasser ist eine wertvolle Ressource, die einem besonderen Schutz unterliegt.

Das Wasserrecht verlangt daher, das Grundwasser so zu bewirtschaften, dass nachteilige Veränderungen seines mengenmäßigen und chemischen Zustandes vermieden werden. Es darf nicht mehr Grundwasser entnommen werden, als sich auf natürliche Weise neu bildet. Dabei hat die Nutzung zur öffentlichen Trinkwasserversorgung Vorrang vor anderen Nutzungen.

Die Förderung von Grundwasser bedarf daher grundsätzlich einer wasserrechtlichen Erlaubnis und zwar unabhängig vom Nutzungszweck (z. B. Trinkwasser, Brauchwasser zur Gartenbewässerung, Brauchwasser für gewerbliche Zwecke, Kühlwasser). Eine Sonderform der Grundwassernutzung ist die Wärmegewinnung mit einer Wasser-Wärmepumpe. Hierzu wird Grundwasser gefördert und nach Entzug der Wärme wieder in den Boden eingeleitet, z. B. durch Versickerung.

Im Erlaubnisverfahren wird insbesondere geprüft, ob genügend Grundwasser für die beabsichtigte Nutzung zur Verfügung steht und ob die Entnahme mittels geeigneter Anlagen erfolgt.

Die Förderung von Grundwasser als Trink- oder Brauchwasser für den eigenen Haushalt oder für einen landwirtschaftlichen Hofbetrieb ist erlaubnisfrei.

Besondere Anforderungen werden an Grundwasserentnahmen im Bereich von Wasserschutzgebieten gestellt. Dies sind Gebiete, deren Grundwasservorkommen für die öffentliche Trinkwasserversorgung genutzt wird. Neben den mengenmäßigen Begrenzungen für andere Zwecke ist hier in besonderem Maße Vorsorge gegen eine Verschmutzung des Grundwassers zu treffen.

Soll Grundwasser als Trinkwasser verwendet werden, müssen regelmäßig Untersuchungen auf die Genusstauglichkeit durchgeführt und dem Gesundheitsamt vorgelegt werden.

 

Notwendige Unterlagen

Übersichtsplan im Maßstab 1:10.000 bis 1:25.000.

Lageplan im Maßstab 1:500 oder 1:1.000 mit folgenden Angaben:

  • Überblick über die örtliche Situation
  • genaue Lage der vorgesehenen Anlagen
  • Bezeichnung der für die Grundwasserentnahme und die vorgesehenen Anlagen beanspruchten Grundstücke nach dem Liegenschaftskataster
  • Einzeichnung der auf dem zu beanspruchenden Grundstück und den Nachbargrundstücken, die ebenfalls nach dem Liegenschaftskataster zu bezeichnen sind, vorhandenen Gebäude, Brunnen, Dungstätten, Entwässerungsanlagen und Einleitungsstellen in ein Gewässer (einschließlich Grundwasser)
  • Nordpfeil
  • eventuell die Grenzen eines festgelegten Überschwemmungsgebietes, einer Wasserschutzzone und eines Quellenschutzgebietes

Katasterplan im Maßstab 1:1.000

Bohrprofil mit Schichtenverzeichnis (nur bei erstmaliger Inbetriebnahme)

Bauzeichnung der Förderungsanlage
eventuell Aufbereitungsanlage und weitere mit der Grundwasserentnahme verbundener Anlagen im Maßstab 1 :100

Erläuterungsbericht, der neben den Grundzügen des Verfahrens der Grundwasserförderung alle aus den Zeichnungen nicht ersichtlichen, aber zur Beurteilung des Antrages wichtigen Umstände enthält.

Rechtsgrundlagen

§§ 8, 9, 10, 47 und 48 Wasserhaushaltsgesetz
§§ 24 und 25 Landeswassergesetz