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Dienstleistungen

Regenwasserbeseitigung

Beschreibung

Sie wollen das von den Dachflächen und den befestigten Grundstücksflächen gesammelte Regenwasser auf dem Grundstück versickern oder in ein Gewässer einleiten.

Weitere Informationen

Das von den Dachflächen und den befestigten Grundstücksflächen gesammelte Regenwasser ist Abwasser im Sinne des Wasserrechts und muss schadlos beseitigt werden.

Grundsätzlich ist dies die Aufgabe der Städte und Gemeinden. Die Grundstückseigentümer sind verpflichtet, den Gemeinden das Abwasser zu überlassen; diese können hierzu einen Anschluss- und Benutzungszwang aussprechen.

Sofern die Stadt bzw. Gemeinde auf die Überlassung des gesammelten Niederschlagwassers verzichtet, kann dieses vom Grundstückseigentümer auf dem Grundstück versickert oder in ein Gewässer eingeleitet werden. Weitere Voraussetzung ist allerdings, dass dies gemeinwohlverträglich möglich ist und über Anlagen erfolgt, die dem Stand der Technik entsprechen. Hierfür ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich, die im Regelfall für die Dauer von 20 Jahren erteilt wird.

Damit eine Versickerung dauerhaft funktioniert, muss die Mächtigkeit des Sickerraumes, ausgehend vom höchsten Grundwasserstand, mindestens 1 Meter betragen. Auch muss der der Boden ausreichend durchlässig sein, damit er das Wasser aufnehmen kann. Der Durchlässigkeitsbeiwert des Sickerraumes muss größer oder gleich 0,000001 sein. Die Versickerung kann über Mulden, Rigolen, Kombinationen von beiden oder über Sickerteiche erfolgen. Sickerschächte, mit denen das Regenwasser unmittelbar dem Grundwasser zugeführt wird, sind nicht mehr zulässig Regenwasser, das in Wohngebieten anfällt, ist im allgemeinen unverschmutzt und kann ohne zusätzliche Reinigung versickert oder in ein Gewässer eingeleitet werden. Regenwasser von gewerblich oder landwirtschaftlich genutzten Flächen sowie von Straßen und Parkplätzten kann verschmutzt sein. Dann muss das Regenwasser von der Versickerung oder Einleitung in ein Gewässer gereinigt werden.

Eine breitflächige Versickerung des Wassers über die belebte Bodenzone und ohne technische Anlagen bedarf keiner wasserrechtlichen Erlaubnis.

Gebühren

Die Gebühr für die Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis richtet sich nach dem Wert der Gewässerbenutzung. Im Privatbereich wird in aller Regel die Mindestgebühr von 100 Euro festgesetzt.

Rechtsgrundlagen

§§ 8, 9, 10 und 57 Wasserhaushaltsgesetz
§§ 24, 25, 51, 51a, 52, 53 und 58 Landeswassergesetz Nordrhein-Westfalen