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Dienstleistungen

Ausbau und Renaturierung von Gewässern

Beschreibung

Sie wollen Veränderungen an einem Fluss oder Bachlauf vornehmen.

Weitere Informationen

Gewässer sind wichtige, aber auch empfindliche Bestandteile des Naturhaushaltes und stehen deshalb unter einem besonderen gesetzlichen Schutz. Dieser gilt nicht nur für das Gewässer an sich, sondern auch für die Uferbereiche und auch dann, wenn ein Gewässer auf einem Privatgrundstück verläuft.

Jede wesentliche Veränderung an einem Gewässer oder an seinen Ufern bedarf daher einer besonderen Genehmigung. Wesentliche Veränderungen sind bespielsweise die Änderung des Verlaufes, Veränderungen des Querschnitts, Befestigungen der Sohle oder der Ufer, das Anlegen von Verrohrungen oder das Aufstauen. Dabei kommt es nicht auf den Zweck der Änderung an. Die Genehmigungspflicht gilt daher auch für Verbesserungen und Renaturierungsmaßnahmen am Gewässer wie beipielsweise die naturnahe Laufgestaltung eines in der Vergangenheit begradigten Gewässers oder die Entfernung einer Verrohrung.

Für Gewässerausbauten ist grundsätzlich ein aufwändiges Planfeststellungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung erforderlich. Ist für einen Ausbau keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich, werden Rechte anderer nicht berührt oder sind diese einverstanden und stimmen die anerkannten Naturschutzverbände zu, kann anstelle des Planfeststellungsbeschlusses eine in einem vereinfachten Verfahren eine Plangenehmigung erteilt werden. Genehmigungsbehörden sind in beiden Fällen die Kreise und kreisfreien Städte.

Notwendige Unterlagen

Die im Einzelfall vorzulegenden Unterlagen sind bei den verantwortlichen Ansprechpartnern zu erfragen. Die Planung durch ein Ingenieurbüro wird empfohlen.

Gebühren

Die Verwaltungsgebühr für die Planfeststellung oder -genehmigung richtet sich nach den Baukosten. Die Mindestgebühr für eine Plangenehmigug beträgt 500,00 €, für eine Planfeststellung 1.100,00 €.

Rechtsgrundlagen

§ 68 Wasserhaushaltsgesetz