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Dienstleistungen

Informationen zu Tuberkulose

Beschreibung

Erkrankung oder Tod durch Tuberkulose müssen gemäß Paragraph 6 des Infektionsschutzgesetzes dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden.

Im Falle einer Tuberkuloseinfektion werden die erforderlichen Untersuchungen durch das Gesundheitsamt eingeleitet. Dazu gehört beispielsweise die Suche nach der Ansteckungsquelle und die Beratung aller gefährdeten Kontaktpersonen (Familie, Freunde, Wohngemeinschaft, Arbeitskollegen usw.).

Das Gesundheitsamt ermittelt nach Eingang der Meldung die Kontaktpersonen, mit denen die erkrankte Person in den letzten Monaten zusammen war, bevor die Tuberkulose entdeckt wurde. Alle Kontaktpersonen erhalten im Rahmen einer Umgebungsuntersuchung einen Tuberkulinhauttest und/oder eine Röntgenaufnahme der Lunge oder einen Bluttest. In manchen Fällen muss eventuell auch eine weiterführende Diagnostik durch einen Lungenfacharzt erfolgen.

Die entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen hängen von der jeweiligen Ansteckungsgefahr im Einzelfall ab.

Mit diesen Maßnahmen soll eine bisher unerkannte Ansteckungsquelle, aber auch frisch angesteckte Personen, entdeckt werden. Das rasche Auffinden von Tuberkulosekranken und deren wirksame Behandlung sind die effektivsten Maßnahmen, die Kranken zu heilen und eine Weiterverbreitung der Tuberkulose zu verhindern.

Das Infektionsschutzgesetz verpflichtet jeden Bürger, die Ermittlungen des Gesundheitsamtes zu dulden und zu unterstützen (Paragraph 16 des Gesetzes) und damit die dem Einzelnen und der Allgemeinheit drohenden Gefahren abzuwenden.

Der häufigste Übertragungsweg der Tuberkulose ist die Tröpfcheninfektion (Husten) von Mensch zu Mensch.

Typische Symptome sind Abgeschlagenheit, Verschlechterung des Allgemeinbefindens, ungewollter Gewichtsverlust, Nachtschweiß sowie Temperaturerhöhungen. Eine konsequente Behandlung mit Medikamenten bietet heute gute Heilungsaussichten.

Daher ist die Tuberkuloseberatung des Gesundheitsamtes wichtig, um infizierte Patienten rasch zu erkennen und ihnen die richtige Hilfe zukommen zu lassen.

Weitere wichtige Hinweise rund um dieses Thema finden Sie auf den Internetseiten des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose und des Robert-Koch-Institutes.

Rechtsgrundlage

 Infektionsschutzgesetz