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Herford von der Bünder Straße aus, Lithografie um 1870

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STOLPERSTEINE für Herford

Am 12. Dezember 2008 beschloss der Rat der Stadt die Verlegung von „STOLPERSTEINEN“ in Herford. Mit diesem vom Kölner Künstler Gunter Demnig initiierten Vorhaben soll auch in Herford an die Menschen erinnert werden, die während der Diktatur des Nationalsozialismus in Europa verfolgt und ermordet wurden – weitere Informationen unter www.stolpersteine.com. Gemeinsam mit dem Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken rief die Stadt Herford die Bürgerinnen und Bürger auf, mit Patenschaften für einzelne Stolpersteine das Projekt zu finanzieren. Die Jüdische Gemeinde, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, das Bündnis gegen Rechts und die Stadtmarketinggesellschaft Pro Herford unterstützten das Vorhaben.

Stolpersteine Credentraße

Bei der Verlegung am 6. Juni 2009 legte eine Herforderin an der Credenstraße 35 diese Rose nieder, zum Gedenken an ihre ehemalige Nachbarn, darunter Ilse Schönthal und Otto Albersheim (s. Fotos oben).

Knapp 2 ½ Jahre später, am 5.Mai 2011, übergab Gunter Demnig Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink die letzten 47 Stolpersteine für Herford. Damit ist die Verlegung von Stolpersteinen in Herford vorerst abgeschlossen. Bürgermeister Bruno Wollbrink dankte allen Patinnen und Paten für ihr finanzielles und ideelles Engagement. Dass in so kurzer Zeit das Projekt in Herford erfolgreich durchgeführt werden konnte, sei ein Hinweis für eine rege Erinnerungskultur in Herford. Immens große Verdienste daran habe Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken, ohne dessen Engagement das Vorhaben nicht durchführbar gewesen wäre.

Gunter Demnig bei der Arbeit am 4.6.2009 und am 19.3.2010 in Herford

Insgesamt 123 Personen wurde durch die Stolpersteine gedacht, die alle privat finanziert wurden. 107 Steine galten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Die übrigen 16 sind politisch und religiös Verfolgten, Kriegsdienstverweigerern und „Deserteuren“ sowie Euthanasieopfern gewidmet. Eine Liste mit den Namen unserer ermordeten Mitbürgerinnen und Mitbürger finden Sie hier. Sollten weitere Opfer bekannt werden, für die eine Verbindung nach Herford nachweisbar ist, steht das Kuratorium als Ansprechpartner zur Verfügung.

Auch für einige Opfer aus der Gruppe der Sinti und Roma hätten Stolpersteine verlegt werden können. Aus einer Familie wurden zwei Männer in Dachau und Neuengamme ermordet, sowie die Mutter und vier Kinder einer weiteren Familie in Auschwitz. Die Schicksale sind erforscht, aber anlässlich einer ersten Veröffentlichung dazu äußerten Familienmitglieder Vorbehalte gegen eine öffentliche Namensnennung, weil sie für sich eine Stigmatisierung fürchten. Opfer aus der Gruppe der Schwulen und Lesben sind für Herford bislang nicht bekannt.


Gerd Franke

Gerd Franke (letzter Wohnsitz
in Herford: Lübbertorwall 18)
geboren 1925, deportiert 1941, ermordet im KZ Bergen-Belsen
1945




Ilse Schönthal

Ilse Schönthal (Credenstr. 35) geboren 1927, deportiert 1941, ermordet während des Transports 1941



 

Otto Albersheim

Otto Albersheim (Credenstr. 35) geboren 1920, deportiert 1942, ermordet im KZ 1943

 

 


Rolf Löwenstern

Rolf Löwenstern
(Bügelstr. 5)
geboren 1926, deportiert 1942, ermordet im KZ,
Datum unbekannt

 

 

Else Obermeyer

Else Obermeier (Gehrenberg 12, vorher: Lübbertorwall 18)
geboren 1886, deportiert 1942, ermordet im KZ Theresienstadt 1942






Grundlage der Liste für die ermordeten Herforder Jüdinnen und Juden war das vor Jahren vom Kuratorium durchgeführte Projekt „Jeder Name eine Geschichte“, bei dem die Biographien einiger Opfer aus Herford recherchiert und in einem Gedenkbuch dargestellt wurden.
Das Gedenkbuch kann in der Gedenkstätte Zellentrakt im Herforder Rathaus, Öffnungszeit: Samstag und Sonntag 14.00 – 16.00 Uhr und nach Vereinbarung,
Kontakt Tel.: 05221 - 189 257 (Bitte den Anrufbeantworter benutzen),
E-Mail:info@zellentrakt.de, eingesehen werden.
 
 
Erich Hoffmann

Erich Hoffmann (Gehrenberg 1) geboren 1890, deportiert 1942, ermordet im KZ 1944






Helmut Strasser

Helmut Strasser (Brüderstr. 3)
geboren 1925, deportiert 1941, ermordet im KZ,
Datum unbekannt





Rolf Feder

Rolf Feder
(Alter Markt 7)
geboren 1901, deportiert 1942, ermordet im KZ,
Datum unbekannt




Werner Hoffmann

Werner Hoffmann (Gehrenberg 1) geboren 1899, deportiert 1941, ermordet im KZ,
Datum unbekannt





Max Hoffmann

Max Hoffmann (Gehrenberg 1) geboren 1893, deportiert 1942, ermordet im KZ,
Datum unbekannt





Das Kuratorium plant eine Überarbeitung des Gedenkbuches. Nun soll es zu allen Stolpersteinen Texte geben. Dabei sollen die Patinnen und Paten der einzelnen Steine mit einbezogen werden. „Wir freuen uns aber über jeden und jede insbesondere aus der jüngeren Generation, die einen Beitrag zum Gelingen des Werkes beitragen wollen“, sagt der Vorsitzende des Kuratoriums Wolfgang Spanier. Wer sich hier engagieren möchte, kann sich an Kommunalarchivar Christoph Laue wenden.

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