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Herford von der Bünder Straße aus, Lithografie um 1870

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Die Anfänge im Mittelalter

Das Reichsstift

Seit sächsischer Zeit lassen sich mehrere Höfe im späteren Stadtgebiet nachweisen. Der Adonhusa (Odenhausen) genannte Hof wurde unter dem Frankenkönig Karl dem Großen (747 – 814) zum strategisch wichtigen Königshof ausgebaut. Er lag zwischen der heutigen Steinstraße, dem Steintorwall und der Aa. Unweit dieser Niederlassung gründete der sächsische Adlige Waltger 789 auf der gegenüberliegenden Aa-Seite, zwischen dem heutigen Rathaus und der Münsterkirche, ein Kloster. 823 übergab er es der Obhut von Kaiser Ludwig dem Frommen, der es zum Reichsstift ausbaute. Um das Stiftsareal wurde eine schützende Umwallung angelegt. Der Zugang befand sich im Bereich der heutigen Straße Mausefalle.

Altstadt, Radewig und Neustadt

Aus den Kaufleute- und Handwerkersiedlungen, die um Königshof und Stiftsareal entstanden waren, entwickelte sich bis zum Ende des 12. Jahrhunderts die Stadt Herford. In den Namen von Straßen, Plätzen und Stadtteilen sind die mittelalterlichen Wurzeln der Stadt noch immer erkennbar. Die Stadt bestand am Anfang aus den auch heute noch so genannten Stadtteilen Radewig und der Altstadt – der heutige Alte Markt war ihr Zentrum. 1224 gründeten die Äbtissin Gertrud zur Lippe und der Erzbischof Engelbert von Köln die Neustadt, deren Mittelpunkt nach wie vor die gotische Johanniskirche und der Neue Markt bilden. Bis Mitte des 13. Jahrhunderts legte man um das vergrößerte Stadtgebiet einen Befestigungsring, dessen Lage noch heute an der Wallpromenade erkennbar ist. Zu jedem Stadtteil gehörte eine jenseits der Stadtmauer gelegene Feldmark. Alle Feldmarken waren von einer schützenden Landwehr umgeben. Die Durchgänge der Landwehr wurden von den Bäumerhöfen aus überwacht. Die Bäumer nahmen auch das Wegegeld ein. Die heutige Stadtgrenze entspricht zum Teil noch dem Verlauf der Landwehr, von der an der Vlothoer Straße noch Reste zu sehen sind. Auch einige Bäumerhöfe stehen noch wie der Hillewalserbaum an der Elverdisser Straße und der Niederbaum an der Bielefelder Straße.

Stiftberg

Jenseits der Stadtmauer auf dem Luttenberg gründete Äbtissin Gotesda 1011 einen Tochterkonvent des Reichsstiftes: Das Stift auf dem Berge, in dem Töchter des niederen Adels lebten. Noch heute heißt dieser Stadtteil „Stiftberg“.

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