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Bürgerkommune

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Bürgerkommune

Mit der Bürgerkommune will die Stadt Herford die Kenntnisse und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger offensiv in die kommunalen Entscheidungen einbeziehen und die Beziehung zur Politik und der Verwaltung stärken. Denn wie Umfragen übereinstimmend belegen, gibt es eine große Zahl von Menschen, die sich in der „Zuschauerdemokratie“ nicht mehr wirklich zuhause fühlen. Sie sehen keine Möglichkeit in ihr zu handeln und verlieren das Interesse an ihrem Gemeinwesen.

Erfreulicherweise gibt es viele Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, sich in die Belange ihrer Stadt einzubringen und auf sie Einfluss zu nehmen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Herforder Bürgerstiftung. Im Oktober 2011 gegründet, verfolgt sie unter dem Motto „Gutes Geben – Besser Leben“ das Ziel, die Lebensqualität in Herford zu erhöhen. Sie agiert unabhängig von Kommunalpolitik und Verwaltung. Wenn Sie mehr über die Arbeit der Herforder Bürgerstiftung erfahren wollen, folgen Sie diesem Link.

Und Rat und Verwaltung haben ihrerseits in den vergangenen Jahren einiges dafür unternommen, ihre Bürgerinnen und Bürger in die aktuellen Planungen zur Stadtentwicklung einzubeziehen. Beispiele dafür sind die Planungsworkshops zur Neugestaltung des Magdeburger Platzes, des Linnenbauerplatzes und des Bürgerparks im Kleinen Feld. Das Leitbild der „Bürgerkommune Herford“ setzt auf die folgenden zentralen Bausteine:

Bürgerforum - Herford gemeinsam gestalten: Miteinander ins Gespräch kommen

Mit dieser Veranstaltungsform können sich die engagierte Bürgerschaft, Verwaltung, Politik und Wirtschaft besser austauschen und Wege der Zusammenarbeit ausloten. Bürgerschaftliche Initiativen, Interessengruppen und städtische Institutionen können „in Augenhöhe“ miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam nach Lösungen für die Probleme vor Ort suchen.

Bürgerforum im Internet

Diskussionen können auch im Internet fortgeführt werden. Für ausgewählte Themen gibt es das Bürgerforum im Internet. Es gelten klare Regeln. Fairness und Sachlichkeit sind selbstverständlich, beleidigende oder strafrechtlich relevante Äußerungen tabu. Das Bürgerforum im Internet wird durch die Verwaltung moderiert. 

Bürgeranliegen – Beschwerdemanagement im Internet

Bürgerinnen und Bürger können ihre Wünsche und Beschwerden über ein Internetportal direkt der Stadtverwaltung mitteilen. Ihre Anfrage wird direkt an die zuständige Stelle in der Verwaltung weitergeleitet. Sie können sich jederzeit über den Bearbeitungsstand ihres Anliegens informieren und erhalten kurzfristig Nachricht, wenn der Sachverhalt geklärt ist. Weitere Informationen demnächst.

Ehrenamt macht Menschen aktiv (EMMA)

Ein Mal pro Jahr würdigt die Stadt Herford Bürgerinnen und Bürger für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement. Verantwortlich für die Organisation dieser Ehrung ist die Gruppe EMMA. Ihre Mitglieder kümmern sich überdies um die Weiterentwicklung des Ehrenamts in Herford. Dazu zählt die Vermittlung von ehrenamtlichen Tätigkeiten an Bürgerinnen und Bürger sowie die Gewinnung und Qualifizierung weiterer Menschen für das Ehrenamt.

Bürgerbefragungen

Um die Wünsche und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger genau zu kennen, befragt die Verwaltung zu bestimmten Themen unmittelbar Betroffene. Befragungen wurden zum Beispiel zur Barrierefreiheit in der Herforder Geschäftswelt, zur Wohnsituation älterer Menschen in der Innenstadt oder zur Situation in den Kindertagesstätten und Familienzentren durchgeführt.

Runde Tische

In „Runden Tischen“ bearbeiten Fachleute unterschiedlicher Profession, zum Teil auch mit Vertretern aus der Bürgerschaft, zeitlich befristet ein definiertes Thema und entwickeln Empfehlungen für die politischen Ausschüsse. Im Sozialbereich beschäftigten sich „Runde Tische“ zuletzt mit den Themen Armut/Kinderarmut und Langzeitarbeitslosigkeit. Im Bildungsbereich tagten diese Gremien zu den Themen gemeinsamer Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern und zum künftigen Raumbedarf von Schulen im Bereich der Sekundarstufe I. In beiden Fällen entwickelten die Schüler- und Lehrerschaft gemeinsam mit Eltern und Vertretern der Politik und der Verwaltung Leitlinien für die Politik.

Stadtteilkonferenzen

In Stadtteilkonferenzen tauschen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger, Stadtteilgruppen, Vereine, Verwaltung, Haupt- und Ehrenamtliche eines Stadtquartiers über notwendige Entwicklungen aus und erarbeiten praktische Vorschläge. Ein gutes Beispiel ist der Runde Tisch der Herforder Nordstadt. Ferner gibt es die Bezirkskonferenzen Innenstadt, Kleines Feld, Friedenstal/Glumke und Elverdissen.

Bürgerbeteiligung bei städtischen und privaten Erschließungs- und Tiefbaumaßnahmen

Städtische Tiefbaumaßnahmen von weitreichender Bedeutung werden den Anliegern im Vorfeld vorgestellt und mit ihnen diskutiert. Ihre Anregungen, Einwände und Vorschläge sollen gehört und wenn möglich berücksichtigt werden.

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