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Bauen

Sie möchten auf Ihrem Grundstück oder an Gebäuden bauliche Änderungen vornehmen oder eine bestehende Nutzung ändern? Dann ist ihr zentraler Ansprechpartner die Bauaufsicht der Hansestadt Herford.  Im Rahmen der Bauberatung beraten Sie die Mitarbeiter über die Bebauungsmöglichkeiten ihres Grundstückes und informieren Sie über das Bauantragsverfahren.

Bei Neubauten spielen neben den bauordnungsrechtlichen Belangen, die durch die Bauaufsicht vertreten werden, immer auch die planungsrechtliche Situation eine Rolle.

Grundsätzlich können bei Neubauten drei Fälle unterschieden werden:

Im Geltungsbereich eines Bebauungsplans/ Neubaugebiete

Die Hansestadt Herford hat einen Bebauungsplan aufgestellt, innerhalb dessen auch Ihr Grundstück liegt.
Sie können ihr Grundstück baulich so nutzen, wie es durch den Bebauungsplan vorgegeben wird. Die Mitarbeiter|Innen der Abteilung Stadtplanung, Grünflächen und Geodaten geben Ihnen gerne Auskunft über die konkreten Inhalte der Bebauungspläne.
Für größere zusammenhängende Neubaugebiete müssen in der Regel zunächst die Erschließungsanlagen hergestellt werden. Zu diesem Zwecke wird zwischen der Stadt und einem externen Erschließungsträger ein Erschließungsvertrag abgeschlossen.
Nach Fertigstellung der Erschließungsanlagen werden die Baugrundstücke schließlich durch den Erschließungsträger selbstständig vermarktet.
Freie Neubaugebiete

 

Im Zusammenhang bebauter Ortsteil/ Baulücken

Beispiel:
Es handelt sich bei dem Grundstück um eine Baulücke, es gibt keinen Bebauungsplan, allerdings weist die Fläche einen deutlichen Bezug zu den bestehenden Bebauungsstrukturen auf.
In diesem Fall beurteilt sich die Zulässigkeit eines Neubauvorhabens gemäß § 34 Baugesetzbuch (BauGB) nach der umliegenden Bebauung. Das bedeutet, dass sich ein Vorhaben nach Art und Maß der Nutzung in die städtebauliche Struktur der näheren Umgebung einfügen muss.

 

Im Außenbereich

Beispiel:
Das Grundstück weist keinen unmittelbaren Bezug zur umliegenden Bebauung auf und liegt im sogenannten Außenbereich gemäß § 35 Baugesetzbuch (BauGB). Der Außenbereich ist neben der maßvollen Ergänzung und Änderung von bestehenden Gebäuden und Anlagen nur sogenannten privilegierten Bauvorhaben vorbehalten.
Dies sind beispielsweise landwirtschaftliche Betriebe oder Betriebe, die der Nutzung von erneuerbaren Energien dienen.
Durch den Gesetzgeber wird vorgegeben, mit dem Außenbereich schonend umzugehen und die Flächenversiegelung auf ein Minimum zu beschränken. Der freie Neubau von Wohngebäuden beispielsweise ist hier in aller Regel also nicht möglich.