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Lärm

Die Auswirkungen von Lärm und Luftschadstoffen sind in vielen Städten – so auch in Herford – zu einem Umweltproblem geworden.

In den meisten deutschen Städten und Ballungsräumen sind heute die Lärmwerte so hoch, dass die Betroffenen über erhebliche Belästigungen klagen.

Einen Überblick über die Entwicklung von Belästigungen durch unterschiedliche Lärmquellen wie Straßenverkehr, Flugzeuge, Gewerbe, Baustellen oder Freizeitanlagen im Wohnumfeld liefert die seit 2002 kontinuierlich laufende Online-Lärmumfrage des Umweltbundesamtes. Informationen zur Lärmbelästigung finden Sie unter: www.umweltbundesamt.de.

 

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Besonders der Verkehrslärm wird als belästigend eingeschätzt. Der Straßenverkehrslärm ist unter den Lärmquellen der größte Stressverursacher. Rund 70 Prozent der deutschen Bevölkerung empfindet Straßenlärm als besonders störend. Aber auch andere Lärmquellen der Umgebung , zum Beispiel Industrieanlagen, können die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Da dieses Problem inzwischen über viele Staatengrenzen verbreitet ist, hat die Europäische Union eine Richtlinie zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm erlassen, die in deutsches Recht umgesetzt wurde:
  • Richtlinie 2002/49/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm,
  • Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm vom 24. Juni 2005, - Vierunddreissigste Verordnung zur Durchführung des BundesImmisssionsschutzgesetzes - Verordnung über die Lärmkartierung - 34. und Esimmisonsschutzverordnung vom 6. März 2006.


  • Auf den gesetzlichen Grundlagen gilt ein verbindlicher Zeitplan mit zwei Schritten:

  • 1. Erfassung und Bewertung des Umgebungslärms in Lärmkarten
  • 2. Soweit die in den Lärmkarten dargestellten Belastungen nicht nur vereinzelt gewisse Grenzwerte überschreiten („Auslösewerte“ genannt), muss ein Lärmaktionsplan aufgestellt werden. Dies ist in Herford der Fall.

  • Lärm kann gesundheitsschädlich sein!

    Wer über einen längeren Zeitraum tagsüber Lärm von mehr als 65 dB(A) und nachts von mehr als 55 dB(A) ausgesetzt ist, der hat ein erhöhtes Risiko, Bluthochdruck und infolgedessen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln.  Gehörschäden stellen sich ab einer Dauerbeschallung von über 85 dB(A) ein.

    Jede und Jeder kann einen Beitrag zur Lärmminderung leisten:

    Wärme- und Schalldämmung schafft Wohnruhe -www.umweltamt.de und www.bau-web.de

    Lärmarme Reifen reduzieren Rollgeräusche „Leiser Reifen“ mit dem Gütesiegel Blauer Engel www.umweltbundesamt.de und www.blauer-engel.de 

    Lärmarme Fahrweise mindert Geräusche www.neues-fahren.de und www.dvw-ev.de